Hölle auf Erden: RT-Bericht aus Russlands sicherstem Gefängnis [Video]

Hölle auf Erden: RT-Bericht aus Russlands sicherstem Gefängnis [Video]
Hölle auf Erden: RT-Bericht aus Russlands sicherstem Gefängnis
In der russischen Stadt Sol-Ilezk am Rande Sibiriens gibt es ein einmaliges Gefängnis. Die Haftanstalt ist von Legenden, Mythen, Skandalen und Enthüllungen umwoben. RT-Korrespondent Murat Gasdijew hat den "Schwarzen Delphin" besucht und seine Insassen interviewt.

Der "Schwarze Delfin" ist das am höchsten gesicherte Gefängnis Russlands. Genau hier sitzen einige der schlimmsten Triebtäter, Serienmörder, Terroristen und sogar Kannibalen ein. In einer Zelle lebt zum Beispiel ein Mann, der 44 Minderjährige vergewaltigt und fünf Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren ermordet hat. Einige von den Menschen in diesem Gefängnis dürfen nie wieder hinausgehen, so schrecklich sind die Dinge, die sie getan haben.

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In der Haftanstalt leben zurzeit 700 Insassen, die zu lebenslanger Haft verurteilt sind. Insgesamt haben sie fast 4.000 Menschen umgebracht. Alles hier ist geregelt, alles ist dazu gedacht, die Risiken auf ein Mindestmaß zu reduzieren: von den Schlafzeiten bis zu der Art, in der die Insassen durch das Gefängnis geführt werden. Die Kontrolle umfasst alles. Die Wachen überprüfen jeden alle 15 Minuten.

Die Inhaftierten haben besondere Terminals, an denen sie ihre Akten einsehen, sich wegen Missbrauch beklagen oder Arbeit beantragen können. Sie haben eine Bibliothek, eine kleine Kirche, die die Insassen selbst gebaut und bemalt haben. Die Insassen können auch spazieren gehen: Jeder Häftling hat das Recht, hier anderthalb Stunden pro Tag zu verbringen: Runden im Hof zu drehen, Sport zu treiben oder einfach stillzusitzen. Im "Schwarzen Delphin" wird auch gearbeitet: in der Tischlerwerkstatt oder an den Nähmaschinen. Die Häftlinge verdienen damit Geld, mit dem sie zusätzliche Lebensmittel oder persönliche Sachen kaufen, anrufen und Entschädigungen an ihre Opfer auszahlen können. Sogar Besuch ist erlaubt, viermal im Jahr. Ein Besuch kann bis zu drei Tage dauern.

Für die meisten ist der einzige garantierte Weg, das Gefängnis wieder zu verlassen, der Sarg.