100 Jahre Oktoberrevolution: Kommunisten aus aller Welt demonstrieren in Moskau [Video]

100 Jahre Oktoberrevolution: Kommunisten aus aller Welt demonstrieren in Moskau [Video]
Anlässlich des 100. Jahrestags gedachten heute Kommunisten aus aller Welt in Moskau der sozialistischen Oktoberrevolution.
Kommunisten aus der ganzen Welt haben sich ihren russischen Genossen angeschlossen, um in der Moskauer Innenstadt anlässlich des 100. Jahrestags der so genannten Großen Sozialistischen Oktoberrevolution zu demonstrieren.

Den Teilnehmern der Demonstration zum Gedenken an die russische Oktoberrevolution in Moskau stellte RT Deutsch die Frage: "Nach einhundert Jahren besteht eine gewisse Distanz zur Oktoberrevolution. Was bedeutet das Ereignis für Sie und welchen Einfluss hat es auf das heutige Leben?"

Am 7. November 1917 stürmte eine bewaffnete Einheit der kommunistischen Bolschewiken den Petrograder Winterpalast. Sie setzten die provisorische Regierung unter dem Liberalen Alexander Kerenski ab und errichteten ein Rätesystem. Als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare wurde der erst wenige Monate zuvor aus dem Schweizer Exil zurückgekehrte Jurist und Agitator Wladimir Lenin zum neuen starken Mann im Staat.

Die von den siegreichen Revolutionären gegründete Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR) wurde zum Kern des späteren sozialistischen Staatenbundes der UdSSR. In die mehr als 70 Jahre währende Regierungszeit der Kommunisten fielen eine Reihe teils traumatischer, teils aber auch historisch bedeutsamer Ereignisse und Entwicklungen.

Am Anfang der kommunistischen Herrschaft standen die Ermordung der Zarenfamilie, ein jahrelanger Bürgerkrieg und eine tiefgreifende Säuberung des Staatsapparates durch Lenins Nachfolger Josef Wissarionowitsch Stalin. Dieser erreichte jedoch auch eine umfassende Industrialisierung der Sowjetunion, die als Voraussetzung für den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg gilt. Als solcher wird in Russland der Zweite Weltkrieg bezeichnet. 

Nach 1945 befand sich die UdSSR im Kalten Krieg mit den USA und ihren Verbündeten, konnte ihrerseits aber in Osteuropa und mehreren Ländern der so genannten Dritten Welt an Einfluss gewinnen. Sie steuerte Bedeutsames in wissenschaftlichen Teilbereichen wie der Raumfahrt bei.

Mit der Perestroika gegen Ende der 1980er Jahre verfiel die Macht der Kommunisten in der Sowjetunion rapide. Als die KPdSU ihr Machtmonopol verlor, begann auch die Sowjetunion auseinanderzubrechen. Dies war das endgültige Ende des Gesellschaftsexperiments, das am 7. November 1917 begonnen hatte.

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