Trotz schwieriger Geopolitik: Tabakkonzern Philip Morris will Präsenz in Russland weiter ausbauen

Trotz schwieriger Geopolitik: Tabakkonzern Philip Morris will Präsenz in Russland weiter ausbauen
Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau in den letzten Jahren hat dem Geschäft des Tabakgiganten Philip Morris in Russland keinen Schaden zugefügt. Das hat ein Mitglied der Leitung des Unternehmens in Russland verdeutlicht.

Wir sehen keine besonderen Schwierigkeiten, da sich unsere Produktion auf dem Territorium der Russischen Föderation befindet. Wir sind nicht nur ein russischer Produzent, sondern auch ein russischer Exporteur", sagte Alexej Kim, Direktor für Unternehmensangelegenheiten bei Philip Morris Russland.

Nach Gesprächen in den Vereinigten Staaten erörterte Kim am Rande des Russia-US-Business Council in New York mit dem russischen Industrie- und Handelsminister Denis Manturow die Situation und erklärte im Anschluss:

Wir versuchen, einen pragmatischen Blick auf den aktuellen Stand der Dinge zu werfen.

Afrika gilt neben Südasien als einer der größten Wachstumsmärkte weltweit für die Tabakindustrie.

Kim fügte hinzu, dass Philip Morris weiterhin entschlossen sei, sein Werk in der Nähe von Sankt Petersburg auszubauen.

Mit Sojus-Apollo und Marlboro schon zu Sowjetzeiten präsent

Das Unternehmen unterhält in Russland derzeit zwei Werke: eines in der Nähe von Sankt Petersburg und das andere in Krasnodar. Darüber hinaus verfügt der Konzern über die Tochtergesellschaft Philip Morris Sales and Marketing, die über 100 Unterabteilungen in ganz Russland unterhält.

Aus der Führungsetage heißt es, dass das Unternehmen über 2,3 Milliarden US-Dollar in die russische Wirtschaft investiert und im vergangenen Jahr fast drei Milliarden US-Dollar an Steuern bezahlt habe. Philip Morris ist seit 1975 in Russland präsent, nachdem der Konzern mit der sowjetischen Regierung den Verkauf von Zigaretten unter dem gemeinsamen Markennamen Sojus-Apollo vereinbart hatte. Die Zigarette war dem ersten gemeinsamen Raumfahrtprojekt der Sowjetunion und der USA und dem Tauwetter in den Beziehungen zwischen den beiden Großmächten gewidmet.

Noch vor dem Ende der UdSSR produzierte Philip Morris auch bereits seine Marlboro-Zigaretten in den sowjetischen Städten Moskau, Leningrad (Sankt Petersburg), Chișinău, Baku und Sochumi.