Russlands legendäre Transsibirische Eisenbahn steht vor milliardenschwerer Runderneuerung

Russlands legendäre Transsibirische Eisenbahn steht vor milliardenschwerer Runderneuerung
Die staatliche russische Eisenbahngesellschaft plant, ihre Investitionen im nächsten Jahr auf ein Rekordhoch von 579,4 Milliarden Rubel auszuweiten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich dabei auf einen Programmentwurf des Unternehmens beruft.

Der Investitionsschwerpunkt der Rossijskije schelesnyje dorogi (РЖД), der Russischen Eisenbahnen, soll sich dabei auf die Modernisierung der Baikal-Amur-Hauptstrecke konzentrieren. Das ist eine 4.324 Kilometer lange Eisenbahnstrecke, die durch Sibirien und den Fernen Osten führt. Geld für den Ausbau soll auch an die Transsibirische Eisenbahn gehen, die den europäischen Teil Russlands mit dem Fernen Osten, China, der Mongolei und Nordkorea verbindet.

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Die Transsibirische Eisenbahn wurde zwischen 1891 und 1916 unter der Aufsicht von Ministern gebaut, die Zar Alexander III. und dessen Sohn, der spätere Zar Nikolaus II., persönlich ernannt hatten.

Acht Zeitzonen umfassend, verbindet sie entlang einer mehr als 9.289 Kilometer langen Strecke Hunderte von Groß- und Kleinstädten der europäischen und asiatischen Teile Russlands. Dies macht sie zur längsten Eisenbahn der Welt.

Größte Investition seit 2010

Die russische Eisenbahngesellschaft plant zurzeit unter anderem die Modernisierung ihres Wagenparks, die Erweiterung von Hafenzufahrten für Züge und den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Moskau.

Das Investitionsprogramm und der Finanzplan des staatlichen Eisenbahnunternehmens werden jährlich von der russischen Regierung genehmigt. Die nunmehr geplante Investition von insgesamt umgerechnet zehn Milliarden US-Dollar wäre die größte Investition seit 2010, so Reuters.

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Rossijskije schelesnyje dorogi wird im Jahr 2019 planmäßig 672,9 Milliarden Rubel und im Jahr 2020 weitere 591,2 Milliarden Rubel investieren.

Russisches Schienennetz wird um 24 Prozent wachsen

Bis 2030 will das Unternehmen den eigenen Fahrzeugbestand deutlich erneuern, 20.000 Kilometer neue Bahntrasse bauen, bestehende Bahnstrecken ausbauen sowie 18 Industriezonen und Stätten vielversprechender Mineralvorkommen mit dem eigenen Streckennetz verbinden.

Außerdem will man die dafür benötigten 4.600 Kilometer an Bahnstrecken sowie Terminal- und Logistikzentren entwickeln und schaffen. Laut der Eisenbahngesellschaft wird das russische Schienennetz infolge der geplanten Arbeiten um 24 Prozent zunehmen.