Russland: Mörderin "Chucky´s Braut" und Gangmitglieder wegen Mordes an 14 Obdachlosen verurteilt

Russland: Mörderin "Chucky´s Braut" und Gangmitglieder wegen Mordes an 14 Obdachlosen verurteilt
Im Vergleich zu den Taten von Elena Lobacheva wirken die Filme der "Chucky"-Reihe eher harmlos.
Chucky´s Braut wird die Mörderin genannt, die nun für 13 Jahre hinter Gitter muss. Mit ihrer vier-köpfigen Gang tötete sie 14 Obdachlose. Ihre Inspiration will sie von dem Horrorstreifen "Bride of Chucky" erhalten haben. Auch der Killer Pichushkin galt ihr als Vorbild.

Das relativ milde Urteil für Chucky´s Braut, die mit bürgerlichem Namen Elena Lobacheva heißt, ist darauf zurückzuführen, dass die Beweislage für ihr Zutun in allen 14 Fällen nicht ausreichend war. Trotz der Handschellen versuchte der Bandenanführer Pavel Voitov im Gerichtssaal seine Hand zum Nazigruß zu erheben. Auf seinem T-Shirt stand zu lesen: "Nur Hass". Auf dem rechten Arm trägt Elena ein Chucky-Tattoo. Der russische Mörder Pichushkin, als "Schachbrett Maniac" bekannt galt ihr ebenfalls als Vorbild. 

Der Polizei sagte Elena, dass das Zustechen auf die Opfer ihr sexuelle Lust bereitet habe. Sie gestand in der Hälfte der Fälle involviert gewesen zu sein. Letztendlich wurde ihr die Schuld in drei Mordfällen bewiesen. Voitov bestätigte Elenas Vorlieben für die Morde: 

Es war klar, dass sie das Morden liebte und sie es genoss (die Opfer) zu sehen. Sie sprach immer von Folter und der Zerstückelung von Körpern. Sie lachte bei den Morden (...).

Kerzen und Beileidsbekundungen vor der Russischen Botschaft in Berlin im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von St. Petersburg im April 2017.

Unter den Opfern war ein Betrunkener Schreiner, auf den 171 mal eingestochen wurde, andere wurden mit Hammern erschlagen. Voitov und Elena töteten gemeinsam einen Vater mit Hammer und Messer. Die Schläge auf seinen Kopf waren so stark, dass sein Gehirn weit entfernt von seinem Körper entdeckt wurde. Vladislav Karatayev, 21 Jahre alt, wurde zu 16 Jahren verurteilt. Artur Nartsissov, 25 Jahre alt und Maxim Pavlov, 19, erhielten jeweils 19 Jahre und sechs Monate.

Bei der Durchsuchung der Wohnungen fand die Polizei unter anderem Messer. Auf dem Computer Elenas stießen sie auf eine Anleitung zum Töten von Menschen und Fotos von all ihren Opfern mit aufgeschnittenen Bäuchen und Teilen der abgeschnittenen Körperteile. Akribisch hielt sie die Messerwunden der Opfer fest. Der Anwalt Jaroslav Myts bestätigte, dass die Mitglieder nichts an den Morden für falsch erachteten. Es handele sich nicht nur um Hass, dies seien Irre und das Schlimmste an der Geschichte sei, dass sie Anhänger hätten. Sympathiebekundungen kamen gleich nach der Verhaftung vor allem aus der Neonaziszene .