Jugend gegen Imperialismus: XIX. Weltfestspiele in Moskau eröffnet

Jugend gegen Imperialismus: XIX. Weltfestspiele in Moskau eröffnet
Generalprobe der Eröffnung am 12. Oktober in Moskau.
Vom 14. bis zum 22. Oktober finden in Sotschi die XIX. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt, die mit einer feierlichen Parade am 14. Oktober in Moskau eröffnet werden. Die Veranstaltung knüpft an alte Traditionen an. RT ist Medienpartner des Events.

Die Geschichte des Festivals begann 1947 in Prag, wo 17.000 Teilnehmer aus 71 Ländern zum ersten Mal laut ihre Werte dieser Welt präsentierten: Antifaschismus, Internationalität und Friedenskampf. Im Laufe der Geschichte wurde Moskau zweimal Gastgeber: 1957 kam eine riesige Delegation aus 131 Ländern nach Moskau und “Rotes Woodstock” - wie das Festival später genannt wurde - veränderte die Hauptstadt kardinal. Die Nachkriegsgeneration feierte Frieden und Freundschaft, tanzte Tag und Nacht Boogie-Woogie und Rock ’n’ Roll, sprach alle möglichen Sprachen der Welt und schwörte, die neuen Freunde nicht zu vergessen.

Der Zug mit Teilnehmern bei den Jugendfestspielen am 28. Juli 1957 auf den Straßen in Moskau.

Das Moskauer Festival mit 34.000 Teilnehmern war bis jetzt das massenhafteste Event in dieser Reihe. 1985 kam das Festival wieder nach Moskau und erschütterte die Stadt aufs Neue – mit Losungen, Paraden, Liebe und Freundschaft.

60 Jahre sind seit dem ersten Festival in Moskau vergangen. Die Welt ist komplett anders geworden, aber die Kraft der Jugend sowie die Erinnerungen der Teilnehmer aus dem Jahr 1957 bleiben. Diesmal lädt Sotschi Jugendliche aus aller Welt ein, um wieder diese Atmosphäre der offenen und freien Welt zu schafen, die wichtigsten Themen der globalen Politik und Gesellschaft zu diskutieren und natürlich um neue Freunde zu finden.

Die Teilnehmer des Festivals von 1957 treffen sich mit Volontären der diesjährigen Veranstaltung.

Die Parole des diesjährigen Festivals lautet:

Für Frieden, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, wir kämpfen gegen Imperialismus mit Respekt gegenüber unserer Vergangenheit und bauen Zukunft auf." 

Aufgaben und Ziele des Festivals in Sotschi wurden im Juni 2016 in Caracas in Venezuela beschlossen. In diesem Programm werden der antiimperialistische und antikapitalistische Charakter dieser Veranstaltung in den Traditionen einer Befreiungsrhetorik unterstrichen. So heißt es dort unter anderem:

"Kämpfen sie gegen Interventionen imperialistischer Staaten und deren Verbänden wie NATO und EU sowie ihren Verbündeten, ihren Instrumenten wie globale Finanzstukturen, die im Interesse des Kapitals und gegen das Volk agieren!"

Als Symbole des Festivals in Sotschi wurden der kubanische Staatsmann und Guerillakämpfer Ernesto Che Guevara und Mohamed Abdelaziz gewählt. Abdelaziz war der erste Präsident der nicht allgemein anerkannten Demokratischen Arabischen Republik Sachara. Am Festival nehmen zahlreiche kommunistische Organisationen teil, auch wenn viele von ihnen Vorbehalte gegenüber dem heutigen Russland als "aufstrebende imperialistische Macht" haben.

Der Hauptaustragungsort des Events ist das südrussische Sotschi.

Am 15. Oktober findet in Sotschi die feierliche Eröffnung des Festivals mit einem Grußwort des russischen Präsidenten Wladimir Putin statt. Sieben Tage lang werden die Jugendlichen an unterschiedlichen kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und sportlichen Programmen teilnehmen, auch Journalisten von RT sind mit zahlreichen Workshops und Filmdarbietungen für alle Interessierenden dabei.

Die fachbezogene Ausstellung YOUTH EXPO präsentiert die neuen beruflichen Perspektiven sowohl in Russland als auch im Ausland, und die abendlichen Galas, Jazz-Festivals und Skaterparks sichern den Teilnehmern bleibende Erinnerungen.