Nach Türkei-Deal: Saudi Arabien einigt sich mit Russland auf Kauf von S-400 Luftabwehrsystemen

Nach Türkei-Deal: Saudi Arabien einigt sich mit Russland auf Kauf von S-400 Luftabwehrsystemen
S-400 Luftabwehrsysteme
Der saudische Nachrichtensender Al-Arabiya berichtet, dass sich Moskau und Riad auf den Verkauf von S-400 Luftabwehrsystemen geeinigt haben. Der Handel wurde im Zuge des Besuchs des saudischen Königs King Salman bin Abdulaziz Al Saud in Moskau geschlossen.

Eine Absichtserklärung wurde unterzeichnet, um dem König in seinem Vorhaben zu unterstützen, seine eigene Verteidigungsindustrie aufzubauen. Der russische stellvertretende Premierminister Dmitry Rogozin hatte bereits bekannt gegeben, dass Riad Interesse am Erwerb russischer Raketensysteme gezeigt habe: 

Auf der Parade zum

Es gibt natürlich Interesse. Gespräche zu den S-400 sind im Gange, aber es gibt noch keine finalen Entscheidungen. 

Vertrauliche Verhandlungen zur militärisch-technischen Kooperation werden derzeit abgehalten. Die S-400 sind Russlands modernste und weitreichendste Luftabwehrraketensysteme. Sie können drei Arten von Sprengköpfen transportieren und wurden entworfen, um Ziele wie ballistische und Cruise-Missiles abzuschießen. Bis zu 300 Ziele in einer Höhe von 27 Kilometern können zur gleichen Zeit verfolgt werden. 

Der Handel ist ein Erfolg für Russland. Saudi Arabien hat traditionell Verteidigungsausrüstung von den Vereinigten Staaten erworben. Im Juni unterzeichnete das Königreich den größten Verteidigungsvertrag, um ein amerikanisches THAAD-System, gelenkte Raketen-Fregatten, Militärflugzeuge und Howitzer zu erwerben. In diesem Jahr kaufte auch die Türkei S-400 Systeme aus Russland. Diese sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre geliefert werden.