"Vorbereitung von Terroranschlägen": Moskau weist Vorwürfe des ukrainischen Geheimdienstes zurück

"Vorbereitung von Terroranschlägen": Moskau weist Vorwürfe des ukrainischen Geheimdienstes zurück
Ein FSB-Mitarbeiter im Einsatz - Symbolbild
Der russische Senator Franz Klinzewitsch hat jüngsten Behauptungen ukrainischer Sicherheitsbeamter widersprochen, Russland bereite "terroristische Angriffe" auf ukrainisches Territorium vor. Er wies darauf hin, dass Moskau gute Beziehungen zu den Nachbarn anstrebe.

Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Föderationsrates, Franz Klinzewitsch, äußerte sich in einem RT-Interview unmissverständlich:

Ich kann das zu 100 Prozent widerlegen. Nichts davon ist jemals getan worden und dazu wird es nie kommen. Wir werden so etwas nie als unsere Aufgabe betrachten. Bezüglich der groß angelegten Operation, von der die ukrainische Seite spricht, ist zu sagen, dass Russland eines der wenigen Länder ist, die daran gar kein Interesse haben. Die Beziehungen zu unserem Nachbarland sind für uns sehr wichtig.

Der Kommentar kam kurz, nachdem der Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU), Wassyl Hryzak, in einem Fernsehinterview behauptet hatte, dass russische Geheimdienste angeblich an mehreren Terroranschlägen in ukrainischen Städten beteiligt gewesen seien. Hryzak sagte weiter, dass Russland angeblich eine Rechtfertigung für seine "militärische Invasion auf ukrainischem Territorium" suche.

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Klinzewitsch erklärte hingegen, dass er seinerseits überprüfte Informationen darüber besitze, dass ukrainische Geheimdienste spezielle Einheiten vorbereiteten, um Sabotageakte auf russischem Territorium zu verüben. Er stellte fest, Tatsachen beweisen, dass der FSB Dutzende von geplanten Anschlägen auf der Krim und auf dem Festland Russlands verhindert hatte.

"Ukraine will den Krieg, weil ihr das Geld ausgeht"

Der Senator nennt auch Zahlen:

Die SBU und die Generaldirektion des ukrainischen Geheimdienstes beim Verteidigungsministerium der Ukraine haben eine große Anzahl an Terroranschlägen vorbereitet, die unsere speziellen Dienste verhindern konnten. Ich spreche von der Krim und anderen russischen Regionen. Allein auf der Krim haben wir etwa 20 Angriffe mittels vorbereiteter Sprengkörper und Zielvorgaben verhindert. Meiner Meinung nach ist die Ukraine selbst ein terroristischer Staat.

Klinzewitsch stellte zudem fest, dass Hryzaks Aussage Teil eines größeren Plans sei, dessen Hintergrund Kiews dringender Bedarf an Finanzmitteln sei. "Sie haben einen Gerichtsstreit mit Russland um ihre Schulden verloren. Sie müssen auch das Geld zurückzahlen, das sie vom IWF bekommen hatten. Sie brauchen Geld für die Entwicklung. Sie haben nur eine Option übrig und das ist Krieg", schlussfolgerte der Senator und fügte hinzu: "Sie werden ihn anfangen und Russland der Aggression beschuldigen, wie es bereits in Georgien vor einiger Zeit der Fall war."

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Der Senator bezog sich bei seiner Aussage auf die Situation im August 2008, in der das georgische Militär die selbst ernannte Republik Südossetien unter Verletzung früherer Vereinbarungen angriff und dabei auf die in der Region unter der Lizenz des GUS-Blocks stationierten russischen Friedenstruppen zielte. Russland griff ein und schlug den Angriff innerhalb von drei Tagen zurück.

Bereits vor etwa einem Jahr berichtete der FSB, dass es ihm gelungen sei, mehrere Terroranschläge auf der Krim zu verhindern. Der Geheimdienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums soll diese geplant haben.

Putin: Kiew hat sich dem Terrorismus zugewandt

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat jede Beteiligung sowie die Zugehörigkeit der festgenommenen Verdächtigen zum ukrainischen Geheimdienst bestritten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte jedoch, dass Moskau zusätzliche unwiderlegbare Beweise dafür habe, dass die vereitelten Angriffe von der Ukraine geplant und vorbereitet worden seien.

Er fügte hinzu, dass die russischen Behörden bereit wären, diese Beweise ihren westlichen Partnern vorzulegen, wenn diese daran interessiert seien, Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass es in der Zukunft zu weiteren Angriffen dieser Art kommen sollte.

Damals kommentierte der russische Präsident Wladimir Putin den FSB-Bericht mit den Worten, dass Kiew sich der "Praxis des Terrorismus" zugewandt habe, und fügte hinzu, dass dies irgendwelche Gespräche mit der ukrainischen Regierung sinnlos gemacht habe:

Ich denke, es ist offensichtlich, dass Kiews derzeitige Autoritäten nicht nach Wegen suchen, um Probleme durch Verhandlungen zu lösen, sondern sie haben sich dem Terrorismus zugewandt.

Putin merkte zudem an, dass diese neue Entwicklung alarmierend sei. Er versprach auch, das Problem mit den US-amerikanischen und europäischen Partnern zu diskutieren.

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Darüber hinaus hielt der russische Nationale Sicherheitsrat eine Sondersitzung, die sich der Situation widmete. Sein Ziel ist es, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheitssysteme und -organisationen der Krim zu stärken.