Russisches Verteidigungsministerium entwickelt elektromagnetische Waffe gegen Drohnen

Russisches Verteidigungsministerium entwickelt elektromagnetische Waffe gegen Drohnen
Stupor im Testversuch
Stupor heißt die neue russische Wunderwaffe gegen den Krieg aus der Luft. Sie wird mit Strom betrieben und ist unter anderem ein wirksames Instrument gegen von Terroristen missbrauchte Drohnen. Die Stupor kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.

Präsentiert wurde Stupor im Rahmen des internationalen technischen Militärforums in der Region Moskau. Die Waffe sendet elektromagnetische Signale aus, durch welche die Drohne den Kontakt zu ihrem Piloten verliert. Der Drohnen-Flug endet so in einem Crash.

Die Waffe kann durch eine Autobatterie oder über das gewöhnliche Stromnetz geladen werden. Die Waffe dürfe jedoch nie auf Menschen, Transportfahrzeuge, Tiere oder Passagierflugzeuge gerichtet werden. 

Reaktion auf islamistische Kampfansage

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Die elektromagnetische russische Entwicklung könnte der Beginn eines neuen Weges im Anti-Terror-Kampf sein. Anfang des Jahres hatten islamistische Terroristen im Irak erklärt, ein neues unbemanntes Flugobjekt entwickelt zu haben. Hierbei handelte es sich um modifizierte Drohnen, die mit Bomben ausgestattet werden könnten.

Durch diese Spezialwaffe aus der Luft sollen im Februar 39 irakische Soldaten innerhalb einer Woche ums Leben gekommen sein. Die Gruppe rühmte ihren Erfolg mit dem Satz: 

Ein neuer Quell des Schreckens für die Abtrünnigen. 

Bereits zwei Jahre zuvor hatten die Terroristen bereits Drohnen zur Aufklärung genutzt. Nicht nur im fernen Irak fürchtet man deshalb nun auch Angriffe aus der Luft. 

Die Stupor ist eine von sieben Möglichkeiten, um gegen Drohnen vorzugehen. Eine niederländische Firma testete im Versuch zudem erfolgreich Adler, die die Drohnen in der Luft abfingen. Der Umsetzung dieser Idee stehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Unversehrtheit der seltenen Tiere entgegen.

"Ich zog mir einen Falken"...

Die Technologische Universität Michigans entwickelt unterdessen "Drohnen-Falken". Diese sind mit Netzen ausgestattet, um die feindlichen Drohnen einzufangen. Der "Falken-Schild" arbeitet mit Sensoren und sucht den Himmel nach Drohnen ab. Der Pilot des "Falken-Schilds" hat dann die Möglichkeit, die Drohne abzuschießen, selbst die Kontrolle zu übernehmen oder die Behörden zu informieren. Der "Drohnen-Schild" ist ein Lauschangriff gen Himmel, dabei wird nach akustischen Signalen von Drohnen gesucht. Netzwaffen fangen die Drohnen mit einem Netz ein. Diese sind jedoch in ihrer Reichweite stark begrenzt. 

Die Stupor ist der derzeit wohl effektivste Weg, um gefährliche und feindliche Drohnen vom Himmel zu holen. Stupor verfügt über eine Reichweite von zwei Kilometern, dem amerikanischen Pendant DJI Phantom 4 entsprechend. Das Konkurrenzprodukt aus China hat nur eine Reichweite von einem Kilometer.