Umfrage: Russen nennen Sicherheit als Hauptziel russischer Außenpolitik

Umfrage: Russen nennen Sicherheit als Hauptziel russischer Außenpolitik
Die meisten Russen sehen ein sicheres und friedliches Leben als Hauptziel der Außenpolitik ihrer Nation an. Außerdem empfinden sie die Wiederherstellung der russischen Autorität auf der internationalen Bühne als wichtig. Das zeigt eine neue Meinungsumfrage.

59 Prozent der Russen sehen die Garantie einer friedlichen und sicheren Existenz für ihr Land als das Hauptziel von dessen Außenpolitik an, so eine Studie, die von der unabhängigen Umfrageeinrichtung Lewada-Zentrum durchgeführt wurde.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass die Wiederherstellung der russischen Autorität in der Welt ebenfalls Priorität haben sollte. Russische Diplomaten und Politiker sollten den Schutz der inländischen Produzenten bei wirtschaftlichen Konflikten priorisieren, meinen 41 Prozent.

Bei der Befragung konnten die Teilnehmer mehrere Antworten aus einer Liste auswählen.

Mehr lesen - Aktuelle Umfrage in Russland: Putin erreicht Zustimmungswerte von 83 Prozent

Weitere Prioritäten, die auf dieser Liste vorgeschlagen wurden, waren die Aufrechterhaltung der freundschaftlichen Beziehungen zu den führenden Nationen der Welt (27 Prozent), das Bekämpfen des Terrorismus und das Befrieden von Krisenherden (21 Prozent), sich dem wachsenden Einfluss der USA und ihrer Verbündeten entgegenstellen (19 Prozent), den Einfluss Russlands in der Welt ausbauen (14 Prozent).

Die Ergebnisse der Lewada-Studie spiegeln ein ähnliches Resultat wieder, was eine Umfrage des staatlich geführten Allrussischen Zentrums der Erforschung der öffentlichen Meinung (WZIOM) im März diesen Jahres bereits feststellte. Die Meinungsumfrage ergab, dass 75 Prozent der Russen die Position vertraten, dass die russische Regierung dem ausländischen Druck nicht nachgeben oder ihre Politik ändern müsse, argumentierend, dass westliche Wirtschaftssanktionen beiden Seiten schaden und schließlich aufgehoben werden.

Auch interessant - Studie ergibt: Deutsche vertrauen Wladimir Putin mehr als Trump

Nur 18 Prozent der Befragten sagten, dass die Sanktionen der russischen Wirtschaft ernsthafte Schäden zufügen werden und dass die Regierung Maßnahmen ergreifen muss, um ihre Aufhebung herbeizuführen.

Darüber hinaus meinten 59 Prozent der Russen, dass sie bereit seien, wirtschaftliche Schwierigkeiten in Kauf zu nehmen, um die derzeitige Außenpolitik beizubehalten. Nur über ein Drittel (34 Prozent) erklärte, dass sie den Preis der aktuellen außenpolitischen Strategie für zu hoch hält.