Wladimir Putin: Die Russen sehen Amerika nicht als Feind

Wladimir Putin: Die Russen sehen Amerika nicht als Feind
Der russische Präsident Wladimir Putin
Der russische Präsident sagte, dass Russland die USA nicht als Feind betrachte, da die beiden Länder Alliierte in zwei Weltkriegen gewesen seien. Putin sprach bei seinem jährlichen „Heißen Draht“, wo ein Gast, der sich als „pro-russischer Amerikaner“ vorstellte, fragte, wie er seine Mitbürger überzeugen könne, dass Moskau kein Feind sei.

Putin bekräftigte erneut seine Einschätzung, dass die anti-russische Stimmung in den USA aus innerpolitischen Querelen entstünde.

„Die Russophobie die sich gegenwärtig in den USA entwickelt -  wir können sie sehen und glauben, dass sie ein Ergebnis des innerpolitischen Machtkampfes ist.“

Der Präsident sagte, Russland habe „viele Freunde“ in den USA, obwohl die „Medienhysterie“ ihre Auswirkung auf die bilateralen Beziehungen hatte. Insgesamt, glaubt Moskau dass die US-russischen Beziehungen in die Normalität zurückkehren werden.

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„Keine Beweise dass Russland sich in US-Wahlen einmischte“

Putin kommentierte auch die Aussage des ehemaligen FBI-Direktors James Comey vor dem Kongress, welcher Russland vorwarf, sich in die US-Wahlen eingemischt zu haben.

Das erste was meine Aufmerksamkeit erregte war, dass der Ex-FBI-Direktor gesagt hat, dass er glaube, dass es russische Einmischung in den Wahlprozess gegeben habe, aber gleichzeitig keine Beweise dafür vorlegte.

Der Präsident merkte an, dass es laut Comey keine Einmischung durch Russland in die Wahlstimmenauszählung während der letztjährigen Wahl gegeben habe, und sagte: „Nun, Gott sei Dank, wenigstens das, immerhin etwas.“

Putin geht davon aus, dass Russlands Einfluss auf amerikanische Köpfe sei nicht größer sei als der Amerikas, welches weltweit NGOs fördert, mit dem Ziel, die Länder ihres Wirkungsgebietes zu beeinflussen.

Nehmen Sie einen Globus, drehen Sie ihn und richten Sie ihren Finger auf irgendeinen Punkt, es gibt sicherlich amerikanische Interessen und Einflussnahme dort“, sagte er vor dem Publikum. „Ich weiß, dass von meinen Gesprächen mit fast jedem Staatsoberhaupt. Sie wollen einfach ihre Beziehungen zu den Amerikanern nicht ruinieren.

„Wir sind bereit Comey Asyl zu gewähren“

Putin merkte auch an, dass Comeys "Durchstechen von Informationen" an die Medien über seine Gespräche mit Trump ihn in eine unangenehme Situation bringt.

Comey sagte, er hat ein Gespräch mit Trump aufgenommen, und dann das Band den Medien übergeben, welches seltsam ist.

Was ist der Unterschied zwischen ihm und Herrn Snowden? Er ist ein Menschenrechtsaktivist, kein Geheimdienstboss.

Jedenfalls, falls er juristisch verfolgt werden sollte, sind wir bereit, ihm Asyl in Russland zu gewähren. Er sollte das wissen.

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Putin sagte, Moskau sei entschlossen den Dialog mit Washington wiederaufzunehmen über einige wichtige Dinge, inklusive der nuklearen Aufrüstung, Waffenbeschränkungen, Kampf gegen Armut und Klimawandel. Er betonte, dass politische Streitigkeiten zwischen Weltmächten in dieser Hinsicht nicht helfen werden.

Er erwähnte als Meilenstein den Iran-Deal aus dem Jahr 2015 als „ein positives Beispiel für unsere Zusammenarbeit“.

Das bedeutet, dass wir verhandeln und zusammenarbeiten können. Die Syrien-Krise, die Nahost-Krise – es ist offensichtlich für jeden, dass nichts ohne unseren konstruktiven Dialog erreicht werden kann.

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