USA wollen in Syrien nicht kooperieren und haben andere Interessen im Blick

USA wollen in Syrien nicht kooperieren und haben andere Interessen im Blick
Kremlsprecher Dimitri Peskow hat am Montag erklärt, dass sich die USA zum Thema Syrien-Konflikt „völlig unwillig“ zeigen, mit Russland zu kooperieren. Seiner Einschätzung nach nehmen die USA keinerlei Rücksicht auf Interessen und Bedenken anderer Länder.

Peskow erläuterte darüber hinaus gegenüber Journalisten die Gründe, wieso Moskau nach dem US-Angriff auf Syrien das Abkommen zwischen Russland und den USA zur Vermeidung von Zwischenfällen im syrischen Luftraum aufgekündigt hatte.

Das Memorandum hätte nach dem US-Angriff mit 59 Marschflugkörpern am 7. April jeglichen Wert verloren, so der Kremlsprecher.

Russisches Außenministerium, gebaut Anfang der 1950er Jahre.

Das Abkommen, das die russische Seite aufgehoben hat, wurde mit den USA im Oktober 2015 geschlossen. Die Absprache sah vor, dass die Flugzeuge und Drohnen beider Seiten sich in einem sicheren Abstand zueinander zu bewegen haben. Eine genaue Entfernung wurde allerdings damals nicht benannt.

Dennoch kann das Abkommen einer möglichen Eskalation zwischen den Beteiligten entgegenwirken. Für den Fall, dass Piloten in der Luft nicht direkt miteinander sprechen könnten, wäre es beispielsweise auf der Basis des Abkommens möglich, am Boden einen weiteren Kommunikationskanal zu nutzen.

Zudem erläuterte Peskow, dass es bis jetzt nicht geplant sei, dass der russische Präsident Wladimir Putin den US-Außenminister Tillerson Rex Tillerson bei dessen geplanten Moskau-Besuch am 11. und 12. April trifft.

Bislang ist in der Agenda des Präsidenten kein Termin mit Tillerson vorgesehen.“

Lediglich mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow hätte Tillerson laut dem Kremlsprecher bisher einen festen Termin.

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