Russland entwickelt "Allheilmittel gegen Krebs" und testet es nun im Weltall

Russland entwickelt "Allheilmittel gegen Krebs" und testet es nun im Weltall
Symbolbild
Das russische Institut für die Erforschung von Reinpräparaten der Föderalen Medizinisch-Biologischen Agentur (FMBA) hat seine präklinischen Untersuchungen für ein neues Heilmittel gegen Krebs fast abgeschlossen. Der stellvertretende Wissenschaftsdirektor des Instituts, Andrej Simbirzew, erklärt in einem Interview für die Zeitung Iswestija, wie das Allheilmittel funktioniert.

Das Medikament soll alle Arten von Krebserkrankungen heilen können. Die Grundsubstanz des neuen Medikaments gegen bösartige Tumore sollen sogenannte "Hitzeschockproteine" bilden, die der Hauptwirkstoff darstellen. Dies ist ein Molekül, das sich bei jeglichen stressartigen Einflüssen mit jeder Art von Zellen im Körper des Menschen synthetisieren kann. Ihre Existenz ist den Wissenschaftler schon lange bekannt. Jedoch nahmen sie an, dass dieses Protein die Zellen nur vor Schäden schützen könne. Später stellte sich heraus, dass es den Zellen dabei hilft, dem Immunsystem dessen Tumor-Antigene aufzuzeigen. Damit verstärkt es die Anti-Tumor-Antwort.

Russland entwickelt Heilmittel gegen alle Krebsarten

Obwohl der Organismus solche Moleküle selbst produziert, kann er den Krebs meist nicht bekämpfen. Die Anzahl dieses Proteins im Organismus ist sehr gering und die Menge reicht nicht aus, um einen therapeutischen Effekt zu erreichen. Es ist außerdem unmöglich, dieses Molekül gesunden Zellen zu entnehmen, um es in die kranken Zellen zu pflanzen. Deshalb haben die Wissenschaftler eine besondere biotechnologische Verfahrensweise entwickelt. Mit der können , dieses Eiweiß in größeren Mengen synthetisieren, die für die Herstellung des Medikaments notwendig sind.

Dazu nutzten sie das Gen der menschlichen Zelle, das für die Produktion des Proteins verantwortlich ist, und klonten es. Ein Bakterienstamm konnte dann das menschliche Protein produzieren. Solche Zellen vermehren sich gut, wodurch man eine unbegrenzte Menge an Eiweiß schaffen kann.

Nun sind die Forscher dabei, eine Technologie für die Produktion von Hitzeschockproteinen zu entwickeln. Außerdem hat das FMBA hat die einzigartige Möglichkeit, medizinische Untersuchungen mit der Unterstützung von Weltraumprogrammen durchzuführen. Um im Zusammenhang mit der Wirkung des Proteins dessen Kristallstruktur zu analysieren, muss aus diesem ein Monokristall geformt werden. Dies ist jedoch unter den Bedingungen der Erdanziehungskraft unmöglich, weil die Proteinkristalle ungleichmäßig wachsen. So kam die Idee auf, die Kristalle im Weltall zu bilden. Die nötigen Zutaten wurden auf die ISS geschickt und im Laufe ihrer sechsmonatigen Reise im All formierten sich ideale Kristalle. Zurück auf der Erde wurden diese in Russland und in Japan analysiert.