Umfrage zeigt: Hälfte der Russen befürchtet Syrienkrise könnte Auslöser für den 3. Weltkrieg werden

Umfrage zeigt: Hälfte der Russen befürchtet Syrienkrise könnte Auslöser für den 3. Weltkrieg werden
Flüchtlinge fliehen in den von der Regierung kontrollierten Westen von Aleppo, Dahiyet al-Assad, Aleppo, 30. Oktober 2016.
Fast die Hälfte der Befragten befürchten laut einer kürzlich getätigten Meinungsumfrage, dass die durch die Syrien-Krise verschlechterten Beziehungen zwischen den USA und Russland in einen globalen militärischen Konflikt eskalieren könnten.

Der Anteil der Russen, die die Wahrscheinlichkeit eines Dritten Weltkriegs in der näheren Zukunft als 'hoch' oder 'sehr hoch' einschätzen, liegt mittlerweile bei 48 Prozent. Währenddessen liegt der Anteil der Menschen, die sie als 'niedrig' oder 'sehr niedrig' einschätzen bei 42 Prozent der Gesellschaft, berichtete das private Meinungsforschungsinstitut Lewada am Montag. Die restlichen 10 Prozent der Befragten sagten, sie könnten keine simple Antwort auf diese Frage geben.

Das russische Meinungsforschungsinstitut befragte Bürger, ob sie es für möglich hielten, dass Russland und der Westen eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden. Die Anzahl derer, die dieses Szenario für möglich oder wahrscheinlich hielten, betrug 35 Prozent. 39 Prozent bewerteten die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ausganges als sehr niedrig oder niedrig.

Etwas mehr als die Hälfte - 52 Prozent - der Russen sagten, dass sie den Einsatz ihres Landes im Syrienkonflikt für richtig hielten, 26 Prozent haben eine negative oder stark negative Meinung hierzu. Knapp ein Viertel der Befragten – 23 Prozent – konnten die Frage zu ihrer persönlichen Meinung nicht beantworten. Dass Russland seine Operation fortsetzen solle, meinten 49 Prozent während 28 Prozent angaben, die Luftangriffe sollten gestoppt werden. 24 Prozent fanden die Frage zu schwierig zu beantworten.

Das Bewusstsein über die Situation in Syrien und die Operation der russischen Luftwaffe gegen den Islamischen Staat (IS) ist hoch. 18 Prozent sagten, dass sie den Ereignissen detailliert folgten und 64 Prozent sagten, sie wüssten zumindest teilweise Bescheid. Knapp ein Fünftel – 17 Prozent – sagten, sie seien nicht interessiert an Neuigkeiten über Syrien.

Eine ähnliche Umfrage, welche vor einem Jahr durch das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Lewada durchgeführt wurde, zeigte, dass mehr als 70 Prozent der russischen Bürger die Luftwaffen-Operation gegen IS-Terroristen in Syrien befürworteten. Fast die Hälfte von ihnen stimmte mit der Aussage überein, dass es richtig sei für Russland, den demokratisch gewählten Präsidenten Assad zu unterstützen.

Eine weitere Umfrage wurde zu Anfang dieses Monats von dem staatlichen Meinungsforschungsinstitut VTSIOM durchgeführt. Sie zeigte, dass 73 Prozent der Russen glaubten, die westliche Kritik an der Anti-Terror Operation der Luftwaffe in Syrien sei unbegründet und unrechtmäßig. Nur sechs Prozent sagten, dass die Vorwürfe von Verfehlungen durch das russische Militär richtig seien.

Russland hatte zum ersten Mal im Jahr 2015 ein Kontingent von Luftwaffeneinheiten nach Syrien verlegt. Moskau hatte ein Hilfeersuchen der syrischen Regierung erhalten, welche zu dieser Zeit den IS und mit ihm verbundene Gruppen bekämpfte. Russische Kampfjets begannen ihre Luftangriffe auf Terroristen am 30. September 2015. Ihr Beitrag hat es dem syrischen Militär ermöglicht, erfolgreich einen Teil der Terrorkräfte aus ihrem Land zu vertreiben.

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