IS bekennt sich zum Anschlag auf Verkehrspolizei-Station bei Moskau

IS bekennt sich zum Anschlag auf Verkehrspolizei-Station bei Moskau
Zwei mit Schusswaffen und Beilen bewaffnete Männer haben eine Station der Verkehrspolizei in der Umgebung von Moskau überfallen. Beide Angreifer wurden getötet. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Obwohl sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ bereits zu dem Angriff bekannt hat, geht die Polizei verschiedenen Spuren nach.

Die russischen Sicherheitsbehörden überprüfen derzeit Informationen über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Überfall auf die Verkehrspolizei-Station in Balaschicha und dem „Islamischen Staat“ oder anderen Terrorgruppierungen. Davon hat unter anderem das Nachrichtenportal SITE berichtet, das Webseiten radikaler islamistischer Milizen unter die Lupe nimmt.

„Die IS-Nachrichtenagentur Amaq berichtet von zwei Kämpfern des „Islamischen Staates“, die gestern eine Attacke auf die Polizei in Moskau verübt haben.“

„Man hat diese Spur von Anfang an überprüft, sogar als die Umstände der Tat die Stichhaltigkeit dieser Version in Frage gestellt haben. Später aber haben einige terroristische Ressourcen ihre Beteiligung daran bekanntgegeben. Im Internet ist außerdem ein Video aufgetaucht, in dem zwei ähnliche Männer von ihren Kontakten zur Terrororganisation sprechen. Deswegen wird man die Informationen aufs Gründlichste prüfen“, hieß es in der Ermittlungsbehörde.

Parallel dazu gehe die Polizei den bisher drei wichtigsten Spuren nach: versuchte Waffenergreifung sowie Konflikt mit der Polizei und Rache. Es sei noch zu früh, von einer Tat mit eindeutigem Terrorhintergrund zu sprechen.

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtet unter Berufung auf eine Quelle, dass die Angreifer am 15. August die Republik Tschetschenien verlassen haben sollen, um in Moskau Geld zu verdienen. Die beiden seien vorher nicht polizeibekannt gewesen.