Anschläge auf der Krim: Weitere Details zu den Tätern und Opfern der Geheimdienstoperation

Anschläge auf der Krim: Weitere Details zu den Tätern und Opfern der Geheimdienstoperation
Russische Medien haben neue Einzelheiten zu den vereitelten Anschlägen auf der Krim veröffentlicht und die Namen der gefallenen russischen Militärs und FSB-Beamten genannt.

Bei den Schusswechseln mit den ukrainischen Saboteuren, die Terroranschläge im Auftrag der Hauptverwaltung für Aufklärung beim Verteidigungsministerium der Ukraine hätten verüben sollen, kamen der Oberstleutnant des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands (FSB), Roman Kamenew, und der Gefreite Semjon Sytschjow ums Leben.     

Nach Angaben des russischen Blattes Kommersant bleibt die Identität der Mörder von Kamenew und Sytschjow bisher ungewiss.   

Pistole mit integriertem Schalldämpfer, die laut FSB-Angaben bei den festgesetzten Saboteuren gefunden wurde.

Am 6. August erfuhren die Sicherheitsbehörden der Republik Krim, dass in der Nacht eine Sabotagegruppe aus der Ukraine auf die Halbinsel eingeschleust werden sollte. Den Grenzverletzern musste die Abteilung für Unterstützung operativer Maßnahmen beim FSB den Weg versperren. Ihre Mitarbeiter teilen sich in drei kleinere Gruppen auf: Die erste befehligte der Abteilungsleiter Oberstleutnant Roman Kamenew, die zweite leitete sein Stellvertreter und die dritte ein Mitarbeiter im operativen Bereich.   

Die FSB-Angehörigen hatten keine Panzerwesten an und waren nur mit Pistolen und Maschinengewehren bewaffnet. Jede Gruppe übernahm je einen Abschnitt des Geländes und begann ihn zu durchkämmen. Gegen zwei Uhr stieß der Trupp von Roman Kamenew auf die ukrainischen Saboteure. Der FSB-Oberstleutnant Kamenew befahl den Verdächtigen, die Waffen zu strecken. Sie eröffneten darauf das Feuer und verletzen den Offizier tödlich. Zwei Angreifer wurden bei dem Schusswechsel ebenfalls getötet. Ihre drei Komplizen wurden entwaffnet und in Gewahrsam genommen. Jetzt versuchen sie, die Schuld für den Tod des FSB-Angehörigen aufeinander abzuwälzen. 

Bei einer anderen Operation, nachdem die russischen Sicherheitskräfte eine sich in die Ukraine zurückziehende Sabotagegruppe entdeckt hatten, wurde der 22-jährige Gefreite Semjon Sytschjow an der Schulter und am Hals direkt oberhalb der Panzerweste verletzt und erlag der Wunde am Hals im Rettungswagen.  

Nach Angaben von Kommersant wird man Roman Kamenew den Ehrentitel Held Russlands und Semjon Sytschjow den Orden für Tapferkeit posthum verleihen.

Die ukrainischen Behörden verneinen weiterhin jede Beteiligung Kiews an dem Vorfall. Der ukrainische Präsident, Petro Poroschenko, hat die Anschuldigungen von Seiten Russlands als „grundlos“ bezeichnet.