Kiew zu Krim-Attentaten: Ja, es gab Sabotageakte, aber Schuld haben "radikalisierte Krimtataren"

Kiew zu Krim-Attentaten: Ja, es gab Sabotageakte, aber Schuld haben "radikalisierte Krimtataren"
Kiew ändert sein vorheriges Narrativ und stellt die vereitelten Terroranschläge auf der Krim nicht mehr als "russische Erfindung" hin. Stattdessen werden "radikalisierte Krimtataren" für die Tat verantwortlich gemacht.

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) hat am Mittwoch eine Reihe von Terroranschlägen auf der Krim vereitelt. Man habe stichfeste Beweise dafür, dass die Sabotage geplant wurde. Der Kreml beschuldigte die Ukraine, Terrorakte auf der umstrittenen Halbinsel vorbereitet zu haben.

Kiew wies die Vorwürfe zunächst als "lächerlich" zurück und beteuerte keinerlei Bezug zu den Sabotageakten zu haben und sprach von einer "russischen Provokation". 

Eine Quelle in den ukrainischen Sicherheitskräften teilte der Zeitung „Kommersant“ mit, dass die Tatsache der vereitelten Sabotage mittlerweile in Kiew anerkannt wird:

"Die Russen haben stichfeste Beweise, die sie dem Westen vorlegen können, wenn sie danach gefragt werden. Unsere Verteidigungsstrategie wird wahrscheinlich folgenderweise aussehen: radikalisierte Patrioten wollten auf eigene Faust 'Heldentaten' vollbringen und damit Ruhm ernten. Die Ukraine habe aber keinerlei Bezug zu den Angriffsversuchen“, erklärte die Quelle, die mit dem Verlauf der von der Ukraine geführten Ermittlung vertraut ist.

Der Stellvertretende Ministerpräsident der Krim-Regierung, Ruslan Balbek, ist der Meinung, dass Kiew erneute Angriffsversuche unternehmen würde, die es dann für eine Aktion des Widerstandes der Krimtataren ausgeben würde:

„Es ist für die ukrainische Regierung äußerst wichtig, den Widerstand der Krimtataren der westlichen Welt vorzuspielen. Zu diesem Zweck werden ukrainische Spezialkräfte und radikalisierte Politiker mit aller Mühe versuchen, die Situation auf der Halbinsel zu destabilisieren. Jeden Konflikt geben sie dann skrupellos für einen Guerillakrieg aus.“

Der Politiker betonte, dass die ukrainische Regierung den Anschein erwecken wolle, als würden sich die Krimtataren gegen die Vereinigung mit Russland sträuben, was mit der Realität nichts zu tun habe. Er machte die ukrainische Regierung darauf aufmerksam, dass die Krimtataren sich schon längst in die russische Gesellschaft integriert haben, und mahnte Kiew, diesen Teil der Bevölkerung in sein verbrecherisches Spiel nicht mehr einzubeziehen.