"Islamischer Staat" ruft zum Dschihad gegen Russland und Putin auf

Symbolbild - Irakische Regierungstruppen mit erbeuteter IS-Flagge.
Symbolbild - Irakische Regierungstruppen mit erbeuteter IS-Flagge.
Auf Youtube ist ein neues Video erschienen, das dem "Islamischen Staat" zugeschrieben wird. Darin wird zum Dschihad gegen Russland und Präsident Wladimir Putin aufgerufen.

In dem neun Minuten langen Video droht ein vermummter Mann nicht nur Russland, sondern auch dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, mit den Worten:

"Hör mal zu Putin, wir kommen nach Russland und töten Euch in Euren Häusern..."

Die Echtheit des Videos konnte noch nicht definitiv bestätigt werden. Der Link zum Video wurde über den Messenger-Dienst Telegram verschickt, welcher vom IS genutzt wird. 

Laut Kreml gehen russische Spezialeinheiten solchen Drohungen gezielt nach. Doch werde dies keinerlei Einfluss auf den Kampf gegen den internationalen Terrorismus haben. 

"Natürlich werden solche Publikationen von Spezialdiensten, die für die Anti-Terror-Arbeit und die Sicherheit zuständig sind, berücksichtigt. Bestimmt trifft das Verteidigungsministerium beim Einsatz der russischen Luftwaffe in Syrien die notwendigen Maßnahmen. Solche Drohungen können jedoch Russlands konsequente Politik, die Politik des Präsidenten Putin zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus, nicht beeinflussen. Sie wird in allen Richtungen weitergeführt“, so der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. 

Die Angst in Russland vor zurückkommenden Kämpfern aus Syrien ist groß. So gab Putin im vergangenen Oktober an, dass schätzungsweise 5.000 bis 7.000 Staatsbürger aus Russland und anderen GUS-Staaten in Syrien kämpfen. Aus diesem Grund habe er sich für eine Unterstützung der Regierung Assads entschieden. 

"Wir können nicht zulassen, dass sie ihre Erfahrungen aus Syrien auf heimischen Boden bringen", betonte der russische Präsident damals. Aus seiner Sicht wäre eine breite internationale Koalition die beste Methode, um gegen den Terrorismus vorzugehen.