Ex-CIA-Analyst und weitere US-Bürger rufen auf der Krim zu russisch-amerikanischem Dialog auf

Raymond "Ray" McGovern
Raymond "Ray" McGovern
Der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern ist gemeinsam mit weiteren US-amerikanischen Aktivsten und ehemaligen US-Regierungsbeamten in Simferopol eingetroffen, um eine Deklaration über die Notwendigkeit eines engeren Dialogs zwischen russischen und US-amerikanischen Bürgern vorzulegen. McGovern sagte gegenüber russischen Medien zudem: „Die Leute, die unsere Russland-Politik heute prägen, scheinen überhaupt keine Ahnung davon zu haben, was uns mit dieser Eskalation droht.“

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Sputnik reisen die US-amerikanischen Aktivisten, darunter mehrere ehemalige US-Regierungsbeamte, durch Russland, um einen kulturellen Austausch zwischen den beiden Staaten zu etablieren. In Simferopol trifft sich die Delegation mit den örtlichen Behörden und Journalisten. Ray McGovern zufolge soll im Rahmen des Besuchs eine Deklaration verfasst werden, „die offen die Notwendigkeit und den Vorrang eines Dialogs zwischen den Bürgern betont“. Diese Initiative sei nach den Worten von McGovern heute viel notwendiger als es auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges gewesen sei:

CIA-Veteran Ray McGovern bei einer Veranstaltung der Whistleblower-Gruppe ExposeFacts, April 2015.

„Die Leute, die unsere Russland-Politik prägen, scheinen überhaupt keine Ahnung davon zu haben, was uns mit dieser Eskalation droht“, erklärte der Ex-Geheimdienstler gegenüber Sputnik.

In Bezug auf seinen Jalta-Besuch sagte McGovern, dass er die Gelegenheit genutzt habe, den Behörden vor Ort zu erklären, inwieweit die Sicht der Amerikaner auf Russland entstellt sei:

„Der Grund liegt darin, dass die wichtigsten Medien dazu neigen, Spannung zu schaffen, zumal Frieden dem Geschäft nicht zugutekommt. Spannung dient aber gut dem, was der Papst als 'blutbeschmierte Hände der Händler' bezeichnet hat.“

Die Delegation aus den USA hat bereits Moskau und Jalta besucht. Neben dem Aufenthalt in Simferopol stehen Besuche in Sewastopol, Krasnodar und Sankt-Petersburg auf dem Programm. Geplant sind Begegnungen mit Journalisten, NGO-Vertretern, Jugendvereinen, Unternehmern und einfachen Bürgern.