Russischer Militär vereitelt Terroranschlag in Syrien und lässt dabei sein Leben

Russischer Militär vereitelt Terroranschlag in Syrien und lässt dabei sein Leben
Ein russischer Marineinfanterist wurde in der syrischen Provinz Homs tödlich verwundet, als er den Durchbruch eines Selbstmordattentäters in einem mit Sprengstoff beladenen Wagen zur Ausgabestelle für die Verteilung von humanitären Gütern vereitelte. Er ist damit offiziell der elfte russische Militärangehörige, der in Syrien seit Oktober 2015 ums Leben kam.

„Am 15. Juni 2016 vereitelte der Militär, Andreij Timoschenkow, der einen Konvoi des russischen Zentrums für Versöhnung in Syrien bewachte, den Durchbruch eines mit Sprengstoff beladenen Autos zur Ausgabenstelle der humanitären Hilfe an die Zivilbevölkerung“, teilte das  Verteidigungsministerium gegenüber Nachrichtenagentur Interfax mit.

Laut der Militärbehörde stoppte Sergeant Timoschenkow einen mit Sprengstoff beladenen Wagen durch Beschuss mit seinem Maschinengewehr. Bei der Explosion des von dem Selbstmordattentäter gesteuerten Autos wurde der Soldat tödlich verwundet.

„Die Militärärzte haben auf dem Luftwaffenstütztpunkt Hmeimim länger als ein Tag um das Leben des Militärs gekämpft, aber Andrej Timoschenkow ist an seinen schweren Verletzungen am 16. Juni gestorben. Sergeant Andrej Timoschenkow wurde von seinem Kommando posthum zur Auszeichnung vorgeschlagen“, verlautete aus dem Verteidigungsministerium.

Laut russischen Medien sei Timoschenkow Sergeant der im russischen Exklavengebiet Kalinigrad stationierten Marineinfanteriebrigade und werde im Dorf Jerschitschi im Gebiet Smolensk beerdigt.

Ferner wurde ein Video eines syrischen Kriegsberichterstatters veröffentlicht, das den Vorfall zeigen soll: Ein Militär in sandfarbener Uniform, die der der russischen Streitkräfte ähnelt, steht hinter einem Leichtlastkraftwagen und beschießt ein durch das Gewehrfeuer rasendes Auto, das nahe der syrischen Wehrtechnik explodiert.

Am 16. Juni meldete die Pressestelle des russischen Verteidigungsministeriums den Tod des in Syrien verletzten russischen Soldaten, Michail Schirokopojas, in einem Moskauer Krankenhaus. Anfang Mai sei er in der syrischen Provinz Aleppo bei einem Beschuss der Kraftwagenkolonne des russischen Zentrums für Versöhnung in Syrien verletzt worden. Der Soldat starb am 7. Juni und wurde in seiner Heimat im Gebiet Amur mit militärischen Ehren bestattet. Postum wurde ihm der Tapferkeitsorden verliehen.

Insgesamt sind nach offiziellen Angaben schon elf russische Soldaten in Syrien umgekommen.

Der russische Syrien-Ansatz wurde am 30. September 2015 auf Antrag des Präsidenten des Nahostlandes, Baschar Al Assad, gestartet. Das ist die erste großangelegte Militäroperation in der postsowjetischen Geschichte Russlands außerhalb der Ex-UdSSR.