Nach Anschlagsserie mit sechs Toten in Kasachstan: Terrorwarnstufe „Rot“ in Aqtöbe

Nach Anschlagsserie mit sechs Toten in Kasachstan: Terrorwarnstufe „Rot“ in Aqtöbe
Im westkasachischen Aqtöbe gilt die höchste Terrorwarnstufe „Rot“. Inzwischen sind alle Beteiligten an der Anschlagserie identifiziert, der bisher sechs Menschen – drei Militärs und drei Zivilisten – zum Opfer gefallen sind. Das Nachbarland Kirgisien versetzt den Grenzschutz in erhöhte Alarmbereitschaft.

Am Sonntag hat es in gleich drei Bezirken von Aqtöbe Schusswechsel gegeben. Unbekannte überfielen zwei Waffenläden und einen Truppentransport. Bei der Anti-Terror-Operation wurden vier Angreifer getötet, weitere sieben wurden festgenommen. Drei Zivilisten und drei Militärs kamen ums Leben. Weitere zehn Personen erlitten Schusswunden.

Am Montag eliminierte die Polizei nach eigenen Angaben weitere fünf Extremisten und verhaftete zwei Komplizen, bei denen ein Großteil der zuvor gestohlenen Waffen sichergestellt werden konnten. Das Innenministerium Kasachstans machte eine Gruppe von Anhängern nicht traditioneller, radikal-religiöser Bewegungen für das Attentat verantwortlich.

Der Gouverneur des Gebiets Aqtöbe, Berdibek Saparbajew, versicherte zwar den Stadteinwohnern, dass die Situation unter Kontrolle sei, bat sie aber "Wachsamkeit walten zu lassen". 

Der Grenzschutz des Nachbarstaates Kirgisien wurde nach dem Vorfall in Aqtöbe in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Dies gab der Chef der Grenzschutzbehörde Kirgisiens, Abdikarim Alimbajew, bekannt.

„In erster Linie achten wir auf die Sicherheit der Grenzpatrouillen, der Wachen und der Checkpoints entlang der kirgisisch-kasachischen Grenze. Man hat bisher keine zusätzlichen Kräfte hinzugezogen“, zitiert die Nachrichtenagentur Sputnik Alimbajew. Man arbeite mit den kasachischen Kollegen eng zusammen.