Wladimir Putin erläutert Zustand der russischen Wirtschaft

Russlands Präsident Wladimir Putin mit französischen Vertretern der Wirtschaft in Moskau
Russlands Präsident Wladimir Putin mit französischen Vertretern der Wirtschaft in Moskau
Der russischen Regierung ist es gelungen, die Wirtschaft im Land zu stabilisieren. Dies erklärte gestern der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin. Das Staatsoberhaupt verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Zentralbank verschiedene Stabilisierungsmaßnahmen ergriffen hat, die nun anfangen Wirkung zu zeigen. Darunter die Umstellung des Rubels auf einen flexiblen Wechselkurs.

Flexibler Wechselkurs und Wirtschaft

Die Einführung des flexiblen Wechselkurses durch die Zentralbank stabilisierte die Staatsfinanzen in Russland. Dies sagte der Präsident der Russischen Föderation bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern aus Frankreich:

„Wir bewahrten – und ich zweifle nicht daran, dass wir das auch weiterhin werden – eine stabile Russische Wirtschaft. Nach der Einführung des flexiblen Wechselkurses durch die russische Zentralbank waren wir in der Lage, die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren" sagte Putin.

Der Präsident betonte, dass in Russland eine ausgewogene Haushaltspolitik verfolgt wird. Die Regierung konzentriert sich auf eine makroökonomische Stabilität, welche ebenfalls erreicht wurde.

„Volle Sparbücher“ und Business

Putin hat sein Vertrauen zum Ausdruck gebracht, dass die Wirtschaft auch weiterhin stabil bleibt. Er merkte an, dass man eine Verbesserung des russischen BIP beobachten kann.

„Im vergangenen Jahr haben wir, verbunden mit dem sinkenden BIP, eine Menge Probleme durchlebt. Sind wir ehrlich: auch im ersten Quartal dieses Jahres konnte man beobachten, dass das BIP sinkt. Jedoch ist es in diesem Jahr zweimal niedriger gesunken, als noch vor einem Jahr um diese Zeit. Es ist ein Trend zur Stabilisierung der Makroökonomie, einschließlich des BIP, zu erkennen."

Putin erwähnte auch, dass die Gold- und Devisenreserven der Russischen Föderation am 1. Mai 391,5 Milliarden US-Dollar betrugen.

„Jedoch ist es wichtig, nicht alles in einen Krug zu füllen, sondern es für die Unternehmensentwicklung zu investieren“, zitiert die Seite des Kremls das Staatsoberhaupt.

Russland und Frankreich

Putin hat die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und Frankreich angesprochen. Laut seiner Aussage wird noch vor Ende dieses Jahres die Regierungskommission und ein Vermittlungsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder tagen.  

„Wir stellen unsere Kooperationsmechanismen wieder her. Nach einer langen Periode wird der Vermittlungsrat für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Regierungskommission, geleitet von den Regierungshäuptern beider Länder, ihre Arbeit wiederaufnehmen."

Putin merkte an, dass französische Unternehmen den russischen Markt nicht verlassen haben, ungeachtet der Schwierigkeiten, die sich aus der politischen Situation ergeben haben.

„Ungeachtet der bekannten Schwierigkeiten, sowohl der wirtschaftlichen als auch der politisch motivierten, hat keiner der über 500 französischen Unternehmer, die in Russland ansässig sind, das Land verlassen", sagte Putin bei dem Treffen mit Vertretern der französischen Wirtschaft.

Er unterstrich, dass Frankreich ein langjähriger Partner Russlands ist. Der Präsident machte deutlich, dass Moskau alles in seiner Macht Stehende unternehmen wird, um die Beziehung beider Länder zu intensivieren und die Bedingungen für Investitionen in die Wirtschaft zu verbessern.