Russland legt UN-Sicherheitsrat Resolutionsentwurf zum 2. Jahrestag des Brandmassakers in Odessa vor

Russland legt UN-Sicherheitsrat Resolutionsentwurf zum 2. Jahrestag des Brandmassakers in Odessa vor
Russland hat dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf unterbreitet, in dem es die Weltgemeinschaft dazu aufruft, die Tragödie vom 2. Mai 2014 im ukrainischen Odessa zu untersuchen. Im Dokument wird außerdem die Notwendigkeit betont, die Minsker Abkommen zu erfüllen. Moskau rechne damit, dass das Dokument am Donnerstag angenommen werde, erklärte der ständige Vertreter Russlands bei der UN, Witali Tschurkin.

„Wir sind auf die Reaktion der Mitglieder des Sicherheitsrates gespannt“, sagte der Diplomat gegenüber Journalisten.

Der UN-Sicherheitsrat wird am Donnerstag zudem auf Kiewer Initiative eine Sitzung zur Lage im Osten der Ukraine abhalten. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte zuvor diesen Beschluss damit begründet, dass sich die Situation im Donbass zugespitzt habe, und dass Russland die Minsker Abkommen nicht erfülle.   

Russlands UN-Botschafter Tschurkin bemerkte, dass er zwar nichts von den Zielen dieser Tagung wisse. Dennoch sei er für eine gute Diskussion immer bereit. 

Nach dem Machtwechsel in der Ukraine hatten Anti-Maidan-Aktivisten als Protest ein Zeltlager vor dem Gewerkschaftshaus in Odessa aufgeschlagen. Am 2. Mai 2014 kam es in der Stadt zu einer Massenschlägerei. Mehrere Gegner der neuen ukrainischen Führung versteckten sich im Gebäude, das in Folge angesteckt wurde. Dem Konflikt fielen mindestens 48 Menschen zum Opfer. Weitere 250 wurden verletzt.