Russischer Minenräumungsroboter Uran-6 hilft in Palmyra versteckte Sprengkörper zu entschärfen

Pionier des Südlichen Militärischen Ingenieurkorps im Schutzanzug hält die Fernsteuerkonsole des Uran-6-Robotersystems.
Pionier des Südlichen Militärischen Ingenieurkorps im Schutzanzug hält die Fernsteuerkonsole des Uran-6-Robotersystems.
Die russischen Mehrzweckroboter vom Typ Uran-6 werden zum Einsatz kommen, um Palmyra nach der Rückeroberung vom "Islamischen Staat" von den im Bereich der gesamten historischen Stätte versteckten Sprengsätzen und Minen zu säubern.

Fachleute von einer kombinierten Einheit des internationalen Zentrums für Minenräumung der russischen Streitkräfte sind zum russischen Luftwaffenstützpunkt Khmeimim verlegt worden, um von dort aus weiter nach Palmyra zu fahren und dort bei der Minenentschärfung zu helfen.

Die Pioniereinheit ist mit den neusten russischen Minenräumtechnologien ausgerüstet, damit die Suche nach zahlreichen Bomben und Sprengsätzen in der von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ verlassenen historischen Stadt effizienter und auch sicherer erfolgt.

Rund 100 russische Fachleute werden mit den Robotern vom Typ Uran-6 bei der Minenräumung in Palmyra einige Monate lang arbeiten, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eigene Quellen. Die Fachleute werden nicht nur die als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Stadt von Sprengsätzen säubern, sondern auch benachbarte Siedlungen und die Territorien um die Stadt herum.

Der Uran-6-Roboterkomplex wiegt bis zu sechs Tonnen und wird durch Kameras ferngesteuert, die dem Betreiber eine Rundumsicht bieten. Der Roboter kann die entdeckten Sprengsätze entweder kontrolliert explodieren lassen oder sie auf seinem Weg vernichten.

„Ich konnte den Uran-6 auf dem Übungsgelände im Betrieb sehen. Diese Roboter können wirklich die Aufgaben von einer ganzen Ingenieureinheit erfüllen und, was besonders wichtig ist, potentiell Menschenleben retten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Öffentlichen Rates des russischen Verteidigungsministeriums, Aleksander Kanschin.

Auch eine Einheit mit Sprengstoffspürhunden wurde nach Syrien versandt.

Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, dass er in einem Telefongespräch mit der UNESCO-Generaldirektorin, Irina Bokowa, und dem syrischen Präsidenten, Baschar al-Assad, zur Vereinbarung gekommen ist, dass Russland bei der Minenräumung in Palmyra, ihren historischen und benachbarten Orten helfen wird.

Anfang dieser Woche erklärte der Chef des russischen Zentrums für die Aussöhnung in Syrien, Sergei Kuralenko, dass russische Militärberater den aktuellen Zustand der Altstadt von Palmyra ausgewertet haben: Viele architektonische Strukturen seien weitgehend zerstört und IS-Kämpfer hätten sie bei ihrem Rückzug voll vermint. Die syrische Regierung bat Moskau zu helfen, das Weltkulturerbe in Palmyra von Sprengsätzen zu säubern.