Russischer Journalist Dmitri Zilikin in Sankt Petersburg  ermordet

Russischer Journalist Dmitri Zilikin in Sankt Petersburg  ermordet
Der Journalist Dmitri Zilikin (54), der für die Zeitungen „Kommersant“ und „Wedomosti“ schrieb, ist heute in seiner Wohnung in Sankt Petersburg tot aufgefunden worden. Er wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörden bereits vor zwei Tagen erstochen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, Ermittlungen würden nach Angaben der Behörden "in alle Richtungen" laufen.

Zilikin war mit seinen Freunden und Familie zum letzten Mal Ende der vorigen Woche in Kontakt, nachdem er von einer Dienstreise aus Riga zurückgekommen war. Die besorgte Familie fing an ihn zu suchen und entdeckte den leblosen und mit Stichwunden versehenen Körper in seiner Wohnung.

Die Ermittlungsbehörden sagten gegenüber Pressevertretern, dass in alle Richtungen ermittelt würde. Das Mobiltelefon sowie der Laptop des Journalisten wurden aus seiner Wohnung entwendet. 

Dmitri Zilikin absolvierte das Leningrader Staatliche Institut für Theater, Musik und Filmkunst und trat von 1982 bis 1990 auf der Bühne des Akimow-Komödientheaters auf.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion setzte er sich als Journalist für die Zeitung „Tschas pik“ (Spitzenzeit) ein. Dort stieg er vom Korrespondenten zum Redakteur der Rubrik „Gesellschaft und Kultur“ auf. Er arbeitete auch beim Fernsehen, war Autor und  Moderator bei den Fernsehsendern RTR und Kanal 5 und beim Radiosender „Petersburger Echo“.

In den 2000ern wurden seine Beiträge in den renommierten und beliebten Zeitungen „Wedomosti“, „Kommersant“, „Vogue“, „Elle“, „Expert“, „Profil“ und „DP“ (Wirtschaftszeitung aus St. Petersburg) veröffentlicht.