Russlands Generalstaatsanwaltschaft legt Interpol zusätzliche Unterlagen im Fall Chodorkowski vor

In Deutschland verhätschelt und als "Demokrat" gefeiert doch wohl bald auf der internationalen Fahndungsliste von Interpol wegen Steuerhinterziehung und Auftragsmordes.
In Deutschland verhätschelt und als "Demokrat" gefeiert doch wohl bald auf der internationalen Fahndungsliste von Interpol wegen Steuerhinterziehung und Auftragsmordes.
Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands will alle rechtlichen Mechanismen und Prozeduren in Gang bringen, um den ehemaligen „Yukos“-Chef Michail Chodorkowski auf die Interpol-Fahndungsliste zu setzen. Dies hat der Abteilungschef für Internationale und Rechtliche Zusammenarbeit bei der Staatsanwaltschaft Russlands, Saak Karapetjan, erklärt.  

„Wir haben der Interpol zusätzliche Unterlagen zur Verfügung gestellt, damit diese internationale Organisation Michail Chodorkowski auf ihre Fahndungsliste setzt. Zu diesem Zweck werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Mechanismen und Prozeduren nutzen“, so Karapetjan in einem Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“.

Verlässt ex-Yukos-Chef Michail Chodorkowski den

Der Beamte wies dabei auf den Fall Natalja Konowalowa hin, die bei dem Erdöl-Unternehmen „Tomskneft“ mehr als acht Milliarden Rubel entwendet hatte und später dank der Zusammenarbeit mit den zypriotischen Behörden an Russland ausgeliefert worden war.

„Unser Auslieferungsantrag wurde in Zypern fünf Jahre lang erörtert. Zuerst wurde er abschlägig beschieden, mit dem Hinweis, dass die Strafverfolgung politisch motiviert sei“, betonte Karapetjan und führte weiter aus:

„Das ist das erste, aber hoffentlich nicht das letzte Mal, dass man an Russland eine Person ausliefert, die im Zusammenhang mit illegalen Handlungen der Vorstandsmitglieder des ehemaligen Unternehmens ʻYukosʼ angeklagt werden oder verurteilt worden sind."

Übrigens verwenden die Letzteren erhebliche Finanzressourcen und lassen sich von ausländischen Medien als ʻpolitische Regimegegnerʼ darstellen. Wie man sieht, gelingt das ihnen nicht immer“, bemerkte der hochrangige Beamte und fügte abschließend hinzu:

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„Wir werden konsequent darauf hinarbeiten, dass man alle Personen, die in Russland im sogenannten Fall ʻYukosʼ angeklagt werden oder in Abwesenheit verurteilt worden sind, an Russland ausliefert, um ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“

Die russische Ermittlungsbehörde hatte den früheren Oligarchen, der nach seiner vorzeitigen Haftentlassung im westeuropäischen Ausland weilt, zudem wegen eines Auftragsmordes gegen den Bürgermeister von Neftejugansk, Wladimir Petuchow, angeklagt und angeordnet, Chodorkowski in Untersuchungshaft zu nehmen.

Wladimir Petuchow war am 26. Juni 1998 auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden. Hintergrund soll ein Konflikt mit dem Yukos-Konzern gewesen sein. Der damalige Bürgermeister hatte der Yukos-Fühungsspitze Steuerhinterziehung vorgeworfen und wollte deswegen vor Gericht ziehen. Der frühere Sicherheitschef des zerschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos war bereits 2007 als Drahtzieher des Auftragsmords zu lebenslanger strenger Lagerhaft verurteilt worden.