Weiterer Ex-Mitarbeiter von FlyDubai bestätigt schlechte Flugplanung und Arbeitsbedingungen

Weiterer Ex-Mitarbeiter von FlyDubai bestätigt schlechte Flugplanung und Arbeitsbedingungen
Infolge des Interviews der RT-Korrespondentin Paula Slier mit einem Ex-Piloten der Fluggesellschaft FlyDubai, deren Jet am 19. März im südrussischen Rostow am Don abgestürzt ist, bestätigen auch andere frühere Mitarbeiter der Fluglinie, dass die Arbeit vor Ort schlecht organisiert sei und dass die Arbeitsbedingungen unzulässig schwierig seien.

RT veröffentlicht den Wortlaut des bei der Redaktion eingegangenen Briefes:

 „Sehr geehrter Sender RT,

ich bin ein Ex-Pilot von ʻFlydubaiʼ. Ich möchte euch bloß dafür danken, dass ihr die Enthüllungen eines anderen Piloten dieser Fluggesellschaft veröffentlicht habt. Ich kann bestätigen, dass seine Aussage ganz und gar der Wahrheit entspricht. Euer Bericht zum Thema Luftfahrt ist der glaubwürdigste, den ich je gesehen habe. Vielleicht wird die Fluggesellschaft ʻFlydubaiʼ dank euch endlich ihre Haltung zur Organisation der Arbeit ändern. Das ist schon seit langem notwendig. Hakt weiter nach und ihr werdet noch mehr herausfinden.

 Ich wünsche euch viel Erfolg!“

RT hat die Fluggesellschaft in diesem Zuammenhang um einen Kommentar gebeten. Vonseiten der Billigfluglinie wolle man die Enthüllung der ehemaligen Mitarbeiter jedoch nicht kommentieren. Stattdessen schickte man an RT ein ausweichendes Kondolenzschreiben. Auf wiederholte Anfrage, die Aussagen der früheren Piloten zu kommentieren, hieß es vom Unternehmen, dass man der Pressemitteilung, die auf alle gestellten Fragen keine Antwort lieferte, nichts hinzuzufügen habe.   

Der FlyDubai-Flug FZ981 von Dubai nach Rostow am Don stürzte am 19. März um 03:42 Uhr lokaler Zeit beim zweiten Landeversuch unter widrigen Witterungsbedingungen ab. Zu jenem Zeitpunkt herrschte am Zielflughafen schlechtes Wetter mit starkem Seitenwind und Regen. An Bord befanden sich 62 Menschen. Alle Insassen kamen bei diesem Unfall ums Leben.