#FragmalPoklonskaja: Generalstaatsanwältin der Krim beantwortet Fragen von RT-Lesern

Die Generalstaatsanwältin der Republik Krim Natalja Poklonskaja
Die Generalstaatsanwältin der Republik Krim Natalja Poklonskaja
Die Generalstaatsanwältin der Republik Krim, Natalja Poklonskaja, hat am zweiten Jahrestag der Wiedervereinigung der Halbinsel mit Russland auf Fragen von RT-Lesern und Internet-Nutzern geantwortet. Die Hauptthemen waren die Arbeit der Generalstaatsanwaltschaft nach dem Beitritt der Region zu Russland, die hohen Lebensmittelpreise und die illegale Bautätigkeit in der paradiesischen Region. Was ist für Natalja Poklonskaja wichtiger: Arbeit oder Familie?

Was halten Sie von dem Statement, dass die ukrainische Führung die Krim zurück gewinnen werde, und dass man Sondereinheiten zu diesem Zweck trainiere? Was würden sie diesen Politikern antworten?“, fragt Anton Prokopjew.

„Meine Antwort darauf ist der Artikel 208 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation. Alle bewaffneten Milizen und Sondereinheiten, die gebildet werden, um die Krim zurückzuerobern, sind ein Verbrechen“, antwortet Poklonskaja und empfiehlt den Mitgliedern solcher Bataillone, sich mehr für die Probleme der Ukraine zu engagieren und an dem Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten.

Was hat sich binnen dieser zwei Jahre an der Arbeit der Staatsanwaltschaft der Krim geändert?“, fragt Iwan Wolwenkin.

Poklonskaja zufolge seien nach ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren Sondergremien zur Bekämpfung der Korruption geschaffen worden. Man habe viele Strafsachen angestrengt. „Im vergangenen Jahr 2015 hat die Staatsanwaltschaft der Republik Krim 30 Strafsachen angestrengt, darunter gegen einen Staatsrat-Abgeordneten der Republik Krim, einen Verkehrsminister, einen stellvertretenden Minister für Zusammenarbeit mit Medien und andere Beamte“, sagt Poklonskaja. Im Kampf gegen die Korruption könne es keine „Unantastbaren“ geben.

Wie können andere Länder, Organisationen und einzelne Personen kulturelle und geschäftliche Kontakte mit der Krim knüpfen“, fragt Mark Hill.

Der Staatsanwältin zufolge gebe es seitens der Krim-Behörden überhaupt keine Hindernisse für ausländische Geschäftsleute und Investoren. Auf der Halbinsel gebe es genug Plattformen für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Alle Menschen, die Investitionen tätigen möchten, können die Staatliche Autonome Behörde für Entwicklung der Investitionstätigkeit kontaktieren.

Warum sind die Lebensmittel auf der Krim so teuer? Werbereichertsichdaran? WiewerdenSiedagegenvorgehen?“, fragt Sergej Dyrdin.

Die Staatsanwältin erinnert daran, dass die Behörden während des ausgerufenen Notstandes die Lebensmittelpreise mit den Händlern extra vereinbart haben. „Wir haben die Leiter aller größeren Supermarktketten zu einer Beratung eingeladen, um mit ihnen über die Preise zu diskutieren und sie dazu zu bewegen, in der damaligen komplizierten Zeit die Lebensmittelpreise nicht zu steigern“, erläutert Poklonskaja. „Unsererseits können wir nichts tun. Wir können nur die Händler davor warnen, die Preise unbegründet anzuheben. Wir machen unser Bestes.“

Stört Sie Ihre Popularität im Internet an der Arbeit? Was halten Sie von Ihrer Berühmtheit?“, fragt Alissa Alexejewa.

„Die Aufmerksamkeit seitens anderer Menschen finde ich gut. Ich bin den Leuten dankbar, dass sie sich von meinem Äußeren inspirieren lassen. Natürlich habe ich nicht erwartet, das die Reaktion so ausfallen würde. Ich kann nicht sagen, dass diese ganze Folklore mich irgendwie stört bzw. mir hilft. Sie schmeichelt meiner Eigenliebe. Ich versuche aber, davon zu abstrahieren und ein Mensch zu bleiben, wenn man das so sagen kann“, antwortet Poklonskaja.

Was das Verhältnis zwischen Arbeit und Familie betrifft, so glaubt die Beamtin, dass diese Begriffe voneinander nicht zu trennen seien: „Man sollte das eine dem anderen nicht vorziehen. Ohne Familie kann es keine Karriere geben. Wozu? Wer braucht schon eine Karriere und ein unglückliches Leben ohne Familie? An sich ist die Karriere nichts wert […]. Man kann nicht ohne Familie“, ist sich Poklonskaja sicher.