"Mental instabil" - Usbekische Babysitterin steht nach Köpfung von Kleinkind in Moskau vor Gericht

"Mental instabil" - Usbekische Babysitterin steht nach Köpfung von Kleinkind in Moskau vor Gericht
Moskau trauert um die vierjährige Nastia, welche am Montag ermordet und enthauptet wurde – und das von ihrer Babysitterin. Der Schock sitzt tief und bewegt sehr viele Menschen, die zahllose Blumen und Plüschtiere am Ort des Verbrechens niedergelegt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von der Möglichkeit aus, dass sie nicht von selbst auf die Idee zur Tat gekommen ist, sondern Hintermänner die attestierte "mentale Instabilität" gezielt ausgenutzt hätten.

Laut Medienberichten sollen außerdem innerhalb von nur 24 Stunden über 2,5 Millionen Rubel (über 30.000 Euro) an Spenden für die Familie gesammelt worden sein – die Mörderin ihres Kindes hatte zudem ihre Wohnung in Brand gesetzt.

Als die mutmaßliche Täterin, Gültschechra Bobokulowa, heute vor Gericht erschien, beantwortete sie die Frage der Journalisten nach ihrem Motiv mit „Allah hat es befohlen“.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie bereits bei der Anhörung die Tat gestanden haben, ansonsten aber recht schweigsam gewesen sein:

„Sie hat gelächelt und gegähnt, mit der Hand in die Kameras gewunken und dabei alle gegrüßt“.

Das Gericht entschied, dass Bobokulowa bis zum 29. April in Untersuchungshaft verbleiben soll.

Laut psychologischem Gutachten sei die Frau „mental instabil“ und war deswegen bereits in Usbekistan in Behandlung. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie nicht von selbst auf die Idee zur Tat gekommen ist, sondern Hintermänner ihre Instabilität gezielt ausgenutzt hätten.

„Psychisch kranke Menschen werden in der Regel auch zu Opfern von extremistisch orientierten Personen, da sie sehr leicht zu beeinflussen sind. Umso mehr in diesem Fall, in Anbetracht des Umfelds, in welchem sie [die Angeklagte] aufgewachsen ist. So sind wir gerade dabei, die Angaben zu ihrem Ehemann zu überprüfen, von dem sie zuvor erzählt hat.“

Mit diesen Worten zitierte die Nachrichtenagentur TASS einen Sicherheitsbeamten.

Zuvorigen Berichten zufolge soll die Frau die Tat damit begründet haben, dass ihr Ehemann sie betrogen habe. Auch hieß es, dass sie zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden habe. Der sie betreuende Psychiater verwies darauf, dass Halluzinationen der Täterin das brutal ausgeführte Verbrechen ausgelöst haben könnten.