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Russland beginnt mit Herstellung des Corona-Impfstoffes EpiVacCorona

Russland beginnt mit Herstellung des Corona-Impfstoffes EpiVacCorona
Ein Graffiti, das einen Arzt im Kampf gegen das Coronavirus zeigt: Auf dem rechten Handschuh steht "Sputnik V", auf dem linken "EpiVacCorona".
Russland startet die Produktion des Corona-Impfstoffes EpiVacCorona, teilte die Leiterin der Verbraucherschutzbehörde am Dienstag mit. Das im Forschungszentrum Vektor entwickelte Serum ist das zweite registrierte Anti-COVID-19-Medikament in Russland.

Wie Anna Popowa, Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, bei einem Expertenforum am Dienstag mitteilte, werden bereits bis Jahresende bestimmte Mengen des Impfstoffes produziert sein. Die Auslieferungen seien für die letzten Novembertage beziehungsweise für Anfang Dezember geplant. Das Medikament könnte ab dem 1. Januar für den zivilen Verkehr freigegeben werden.

Die Nachregistrierungsstudien von EpiVacCorona sollen in naher Zukunft beginnen. Daran sollen 40.000 Freiwillige teilnehmen, darunter Senioren über 60 Jahre sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet, wird der Impfstoff zweimal im Abstand von 14 bis 21 Tagen in einer Dosis von 0,5 Millilitern verabreicht.

EpiVacCorona wurde im Forschungszentrum Vektor in Nowosibirsk entwickelt. Das Vakzin wurde am 14. Oktober registriert. Zwei Monate zuvor wurde Sputnik V registriert, der weltweit erste Impfstoff gegen das Coronavirus. 

Inzwischen hat Russland bei der Weltgesundheitsorganisation Anträge auf eine beschleunigte Registrierung (Emergency Use Listing, EUL) und Präqualifikation des weltweit ersten registrierten Coronavirus-Impfstoffs, Sputnik V, gestellt. Damit ist Russland eines der ersten Länder der Welt, das sich an die WHO wandte, um seinen Impfstoff gegen COVID-19 präqualifizieren zu lassen.

Die Präqualifikation ist ein Programm der WHO zur Sicherung der Qualität von Arzneimitteln. In diesem Rahmen werden die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten bewertet. Ein Medikament wird auf die Liste der präqualifizierten Medikamente gesetzt, sofern es die festgelegten Anforderungen und Standards der WHO erfüllt.

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie soll eine rasche Registrierung des Impfstoffs nach dem EUL-Verfahren ermöglichen, den russischen Impfstoff Sputnik V in kürzerer Zeit zur Verfügung zu stellen. Damit sollen die weltweiten Bemühungen zur Verhinderung der Coronavirusinfektion unterstützt werden.

Mittlerweile erreichen die Zahlen der mutmaßlichen Corona-Infizierten in Russland seit mehreren Wochen neue Rekordhöhen. Am Dienstag wurden der offiziellen Statistik zufolge 16.550 weitere Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden landesweit mehr als 1,5 Millionen Menschen positiv getestet. Die meisten Fälle werden in Moskau erfasst. Über eine Million Menschen gelten als genesen.

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