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Russland: Verkäufe von Elektroautos vervierfachen sich im Vergleich zum vorigen September

Russland: Verkäufe von Elektroautos vervierfachen sich im Vergleich zum vorigen September
Russland: Verkäufe von Elektroautos vervierfachen sich im Vergleich zum vorigen September (Symbolbild)
Der Markt für neue E-Autos in Russland wächst den dritten Monat in Folge. Allein im ersten Herbstmonat wurden nach Angaben einer Marktanalyseagentur mehr als 90 neue Elektroautos gekauft. Allmählich entsteht auch die notwendige Infrastruktur – nicht nur in Moskau.

Die russische Analyseagentur Autostat.ru, die auf den Automarkt spezialisiert ist, berichtet, dass im September 2020 in Russland 91 Elektroautos gekauft worden sind. Das ist viermal so viel, wie im Vorjahreszeitraum. Die Verkaufszahlen steigen den dritten Monat in Folge: Im Juli hat es um 17 Prozent mehr gekaufte E-Autos gegeben und im August sogar um 67 Prozent.

Laut dem Bericht ist das signifikante Wachstum auf das neue Modell Audi e-tron zurückzuführen. Darauf entfallen 30 Prozent oder 27 Autos. Die Russen haben im ersten Herbstmonat aber auch andere Marken wie Nissan Leaf und Tesla Modell 3 (je 20 Autos) sowie Tesla Modell X (zehn Autos) und Jaguar I-Pace (neun Autos) aktiver gekauft.

Ein Elektrofahrzug der Marke Zetta

Wie Autostat.ru berichtet, stammen die meisten Käufer aus Moskau, Sankt Petersburg und dem Gebiet Moskau. Demnach hat der russische Markt nach den Ergebnissen von neun Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 341 Fahrzeugen verzeichnet, was um 31 Prozent höher liegt als im Vorjahreszeitraum.

Momentan zählt die russische Autoflotte ungefähr 8.000 Elektroautos. Obwohl die Nachfrage nach E-Autos in diesem Jahr steigt, handelt es sich im Durchschnitt immer noch um ein paar Dutzend Exemplare im Monat. Ilja Nikonorow, Marketing- und PR-Direktor von Mitsubishi in Russland, sagt:

Heute liegt die Verkaufszahl der Elektrofahrzeuge in Russland bei 1.000 bis 3.000 Autos pro Jahr, während in vielen entwickelten Märkten die Rede von zehn- und hunderttausenden verkaufen Autos ist. Die Gründe dafür sind die gleichen wie vor zehn oder vor fünf Jahren: die Elektroautospreise und die fehlende Infrastruktur.

Igor Marschoretto, Experte für den russischen Automobilmarkt, meint, man brauchе ein umfassendes staatliches Entwicklungsprogramm, um die Situation mit den Elektroautos irgendwie zu verbessern.

Derzeit gibt es zum Beispiel im Gebiet Moskau 187 Ladestationen für Elektroautos. Weitere 40 sollen demnächst in mehreren Bezirken auf Wunsch der Einwohner gebaut werden.

Zuvor wurde bekannt, dass das russische Ministerium für Industrie und Handel die Möglichkeit erörtert, das erste serienmäßige russische Elektroauto Zetta nach Indien, Pakistan, Jordanien, Ägypten und Deutschland zu exportieren. Seine Zertifizierung befindet sich bereits in der Endphase.

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