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Russen geben aufgrund internationaler Reisebeschränkungen mehr für Inlandsurlaube aus

Russen geben aufgrund internationaler Reisebeschränkungen mehr für Inlandsurlaube aus
Touristen am Strand des Ochotskisches Meeres im Fernen Osten Russlands.
Die Russen gaben in der zweiten Hälfte der Sommersaison über 106 Millionen Euro für Inlandreisen aus. Daten zeigen, dass sich die Gesamtausgaben um das Anderthalbfache vergrößerten. Grund sind vor allem internationale Reisebeschränkungen und das staatliche Cashback-Reiseprogramm.

Die Ausgaben der Russen für Reisen innerhalb ihres großen Landes stiegen in der zweiten Hälfte der Sommersaison auf das Anderthalbfache der ersten Hälfte der Saison und beliefen sich auf rund 9,5 Milliarden Rubel (über 106 Millionen Euro). Das teilte der Pressedienst der russischen Bank WTB mit.

Laut einem von der WTB veröffentlichten Bericht haben die Ausgaben für Hotels, Transportkosten, Restaurants und Unterhaltung in den beliebtesten touristischen Reisezielen bereits das Niveau des letzten Jahres erreicht. Einer der Wachstumsfaktoren sei das Cashback-Programm für Reisen durch Russland, das von der Regierung in diesem Jahr gestartet wurde.

Russische Touristen im russichen Fernen Osten.

In der ersten Hälfte der Sommersaison beliefen sich die Ausgaben für den Inlandstourismus auf sechs Milliarden Rubel (67 Millionen Euro) und waren damit niedriger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Die Bank schreibt:

Das größte Wachstum in der zweiten Hälfte des Sommers zeigte der Unterhaltungssektor – hier belief sich das Ausgabenvolumen auf fast 440 Millionen Rubel (fast fünf Millionen Euro), ein Anstieg um das 2,2-fache im Vergleich zu den ersten sechs Wochen der Saison.

Touristen haben seit Mitte Juli über 1,75 Milliarden Rubel (fast 20 Millionen Euro) allein für Hotelunterkünfte ausgegeben, wie die Daten zeigen.

Den größten Gesamtanstieg der Reisekosten verzeichnete das Gebiet Kaliningrad – 2,3 Mal mehr als im August 2019. Die touristischen Ausgaben in der Region Krasnodar stiegen um 90 Prozent, während sie in der Region Leningrad um 29 Prozent zunahmen. Gleichzeitig sank in diesem Sommer die Popularität Moskaus bei Touristen im Vergleich zum Vorjahr um das Dreifache. Dennoch lag die Hauptstadt bei den Reiseausgaben mit 9,66 Milliarden Rubel (über 108 Millionen Euro) weiterhin an der Spitze. An zweiter Stelle lag Sankt Petersburg mit 1,7 Milliarden Rubel (19 Millionen Euro), gefolgt von der Region Krasnodar mit 1,36 Milliarden Rubel (15,2 Millionen Euro).

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