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Nach umstrittenem Elfmeter: Russische Schiedsrichter müssen zum Lügendetektortest

Nach umstrittenem Elfmeter: Russische Schiedsrichter müssen zum Lügendetektortest
Die Spieler von Spartak Moskau in den roten Trikots können die Entscheidung von Schiedrichter Wassilij Kazarzew nicht nachvollziehen.
Fans und Verantwortliche von Spartak Moskau sind außer sich: Zwei Elfmeter gegen ihre Mannschaft im Spiel gegen Sotschi kosteten wichtige Punkte. Vor allem die zweite Elfmeterentscheidung ist äußerst zweifelhaft – mit Konsequenzen für die Schiedsrichter.

Es hätte für Spartak Moskau ein Saisonauftakt nach Maß sein können – am Ende wurde es ein Fußballdrama. Die Mannschaft des ehemaligen Schalke-Trainers Domenico Tedesco ging im ersten Saisonspiel gegen den Außenseiter FK Sotschi schnell mit 2:0 in Führung. Den ersten Treffer besorgte Stürmer Alexander Sobolew bereits in der achten Minute. Der zweite folgte nur zwei Minuten später durch den Schweden Jordan Larsson, Sohn des ehemaligen Celtic- und Barcelona-Stars Henrik Larsson. Doch was dann geschah, sorgte bei Fans und Verantwortlichen des Klubs für maßlose Wut.

Zunächst bekam Sotschi in der 15. Minute einen ersten Elfmeter zugesprochen. Der 20-jährige Spartak-Außenverteidiger Pawel Maslow hatte Sotschis Kirill Zaika im Strafraum zu Fall gebracht. In dieser Videosequenz ist deutlich zu sehen, dass Maslow erst gar nicht versucht, den Ball zu spielen.

Entsprechend gab es von den Spartak-Spielern auch keine Proteste gegen den Elfmeter, der von Sotschis Dmitri Polos zum 1:2 verwandelt wurde.

Doch dann kam der zweite Elfmeter: In der 87. Minute versuchte Spartaks französischer Innenverteidiger Samuel Gigot einen Schuss von Sotschis Nachwuchsspieler Anatoli Nemtschenko zu blocken. Zwar konnte Nemtschenko noch schießen, allerdings kam es zu einem leichten Zusammenprall der beiden Spieler. Eine an sich völlig banale Aktion – doch der Videoschiedsrichter entschied nach einer kurzen Spielunterbrechung auf Elfmeter für Sotschi. Sotschis ecuadorianischer Mittelfeldspieler Christian Noboa verwandelte zum Endstand von 2:2. Hier die Szene:

Danach brachen bei Spartak Moskau, das sich schon in der vergangenen Saison von Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt sah, alle Dämme. Der Klubbesitzer Leonid Fedun, Anteilseigner des Energieriesen Lukoil, drohte damit, Spartak Moskau aus der Liga zu nehmen.

"Sie brauchen mich nicht zu unterstützen. Ich werde morgen bekannt geben, dass wir uns aus der Meisterschaft zurückziehen", so Fedun. Er ergänzte:

Sollen sie doch ohne uns spielen. (...) Ich will nicht an dieser Clownerie teilnehmen, die inszeniert wurde, und auch kein Geld ausgeben. [Wenn] Spartak nicht gebraucht wird, [dann] wird es nicht gebraucht.

Doch damit nicht genug: Schiedsrichter Wassilij Kazarzew wurde vorerst suspendiert. Eine Entscheidung über den Viodeoschiedsrichter Alexej Eskow steht noch aus. Nach Berichten in den russischen Medien müssen sich beide Männer noch in dieser Woche einem Lügendetektortest unterziehen, um sicherzustellen, dass es bei den Entscheidungen mit rechten Dingen zuging. In der Regel wird in Russland ein Lügendetektortest nur dann durchgeführt, wenn der Verdacht von Wettmanipulationen besteht.

Offenbar ist es dem Präsidenten des russischen Fussballverbandes, Alexander Djukow, jedoch immerhin gelungen, Fedun davon zu überzeugen, in der Liga zu bleiben.

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