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Russland: Rosafarbene Frauenparkplätze empören beide Geschlechter

Russland: Rosafarbene Frauenparkplätze empören beide Geschlechter
Symbolbild: Auch in Berlin gibt es Frauenparkplätze
Ein Einkaufszentrum in der Stadt Kasan bekam zehn auffallende Frauenparkplätze – diese waren rosa und doppelt so breit wie herkömmliche. Wirklich zufrieden war damit niemand. Männer hielten sie als sexistisch. Frauen fanden die Maßnahme diskriminierend.

Ende Juli bekam ein Kaufhaus in der russischen Stadt Kasan zehn rosafarbene Parkplätze. Jeder Parkplatz war vier Meter breit – also fast doppelt so groß wie ein herkömmlicher Parkplatz – und mit Parkschildern gekennzeichnet, auf dem eine Frau abgebildet war. Der Generaldirektor des Einkaufszentrums erklärte, die Parkplätze seien "aus Liebe" zu Frauen, jungen Müttern und Großeltern gemacht worden. Auf einem breiteren Parkplatz sei es "bequemer, die Einkäufe in den Kofferraum zu laden".

Nach kurzer Zeit erntete das Einkaufszentrum einen Shitstorm in den sozialen Medien. Sowohl Frauen als auch Männer beklagten, die rosafarbenen Parkplätze seien ein Zeichen des Sexismus. Man wolle damit zeigen, dass Frauen schlechter einparken können, was nicht wahr sei. Einige Frauen kritisierten im Gespräch mit lokalen Fernsehsendern den misslungenen Schritt und sagten, sie könnten besser Auto fahren als viele Männer.

Selbst die Verkehrspolizei der Stadt forderte, die Parkplätze innerhalb von drei Tagen zu entfernen. Laut Polizei entsprachen die Parkplätze nicht der russischen Gesetzgebung, da die Verkehrsregeln keine geschlechtsspezifischen Parkplätze für Männer oder Frauen vorsehen. Auch die Staatsanwaltschaft von Kasan forderte das Kaufhaus auf, die Frauenparkplätze zu entfernen. Diese seien ein "Zeichen der Diskriminierung von Autofahrern aufgrund ihres Geschlechts".

Am 6. August wurde der Frauenparkplatz in Kasan wieder entfernt. Ein Video zeigt, wie Straßenarbeiter den Parkplatz mit schwarzer Farbe anmalen.

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