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E-Mobilität made in Russia: Produktion des ersten russischen Elektroautos startet Ende des Jahres

E-Mobilität made in Russia: Produktion des ersten russischen Elektroautos startet Ende des Jahres
Ein Elektrofahrzug der Marke Zetta
Trotz der sehr geringen Nachfrage nach Elektroautos in Russland, soll dort bis Ende 2020 die Serienproduktion vollelektrischer Fahrzeuge beginnen. Vorerst ist die Produktion des Zetta nur für den russischen Markt bestimmt. Eine Exportversion könnte folgen.

Nach pandemiebedingten Verzögerungen soll das erste vollelektrische Fahrzeug aus russischer Produktion, der Zetta, Ende 2020 in die Serienproduktion gehen. Das teilte der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow mit.

Der Zetta wird in der Stadt Toljatti, einem der wichtigsten Zentren der russischen Automobilindustrie, vom Band laufen. Die Elektroautos sollen zunächst auf dem heimischen Markt verkauft werden. Das das Projekt ist darauf ausgelegt, dass der Zetta in andere Länder exportiert werden kann, so Manturow.

Arbeiter montieren am 30.03.2017 einen E-Golf bei der neuen Produktionsanlage  von Volkswagen in der Gläsernen Manufaktur in Dresden.

Der Minister teilte der Nachrichtenagentur TASS mit, dass die Zertifizierung des Fahrzeugs derzeit zu 70 Prozent abgeschlossen ist. Er erwartet jedoch, dass das Verfahren bis Ende des Jahres beendet sein wird. Zuvor gab der Hersteller bekannt, dass in diesem Jahr zehn Autos der Marke vom Band rollen werden. Bis ins Jahr 2021 soll sich die Produktion auf 2.000 Fahrzeuge steigern. Das Werk sei in der Lage, etwa 15.000 Stück pro Jahr herzustellen, hieß es.

Der Zetta ist das erste vollelektrische Fahrzeug aus russischer Produktion, das der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird. Laut lokalen Medien wird die preiswerteste Fahrzeugkonfiguration 450.000 Rubel (rund 5.200 Euro) kosten. Seine Reichweite soll zwischen 200 Kilometern bei den günstigeren und 560 Kilometern bei den höherpreisigen Modellen liegen.

In Russland besteht im weltweiten Vergleich bisher kein sehr reges Interesse an Elektroautos. Laut der Tageszeitung Kommersant wurden in Russland letztes Jahr weniger als 300 neue Elektroautos verkauft. Die Nachfrage nach neuen Elektroautos ist in großen Städten des Landes, wie Moskau und Sankt Petersburg, höher, während Interessenten in anderen Regionen nach Autos dieser Art eher auf dem Gebrauchtwagenmarkt suchen.

Neben der Tatsache, dass die meisten Elektroautos recht teuer sind, liegt ein weiterer Grund für die geringe Nachfrage in Russland darin, dass das Land über keine großflächige Infrastruktur zum Laden der Batterien verfügt. Ein solches existiert fast ausschließlich in Städten mit größeren Bevölkerungszahlen.

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