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Neues Zeitalter, neue Steuern: Russland erwägt Einkommenssteuer für Roboter

Neues Zeitalter, neue Steuern: Russland erwägt Einkommenssteuer für Roboter
Symbolbild
In einer Ära, in der Maschinen Millionen von Menschen ohne Arbeit lassen können, untersucht Russland Berichten zufolge die Möglichkeit, Steuern auf Roboter zu erheben. Diese sollen den Einkommenssteuern gleichen, die von menschlichen Angestellten gezahlt werden.

Russische Unternehmen könnten bald verpflichtet werden, 13 Prozent Steuern für den Einsatz von Robotern anstelle von Menschen zu zahlen, berichtete die russische Zeitung Iswestija unter Berufung auf einen Vorschlag des Instituts für progressive Bildung, einer unabhängigen gemeinnützigen Organisation. Die Initiative wurde bereits zur Überprüfung an das russische Finanzministerium übermittelt und bekam Unterstützung von einzelnen Abgeordneten und Regierungsvertretern.

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Das von den "Robotaxis" erhaltene Geld soll in einen Sonderfonds überwiesen werden, der Menschen in gefährdeten Berufen, wie Verkäufer, Kassierer, Wachleute, Fremdenführer und Bankangestellte dabei unterstützt, eine Ausbildung für gefragte Fähigkeiten zu erhalten. Laut Anna Marks, Direktorin des Instituts für progressive Bildung, könnten in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zu 20 Millionen Russen aus ihren Arbeitsverhältnissen entlassen und durch Roboter ersetzt werden. Sie sagte gegenüber Iswestija:

Wir schlagen die Einführung einer Steuer vor, die mit 13 Prozent der persönlichen Einkommenssteuer auf das Durchschnittsgehalt eines bestimmten Berufs vergleichbar ist.

Sie fügte hinzu, dass der genaue Betrag nach einer öffentlichen Diskussion festgelegt werden sollte.

Der Einsatz von Robotern ist für Unternehmen in der Regel billiger, da diese nicht nach Stundenlohn bezahlt werden müssen. Gleichzeitig erhält die Regierung von diesen "Arbeitern" keine Steuern, während sie gleichzeitig eine erhöhte Arbeitslosigkeit riskiert, erklärt der Abgeordnete Wiktor Subarjow, Mitglied des Ausschusses für Haushalt und Steuern in der Staatsduma. Er fügte hinzu, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diese zukünftigen Verluste auf dem Arbeitsmarkt auszugleichen.

Laut der International Federation of Robotics (IFR) zählt Russland jedoch nicht zu den weltweit führenden Ländern im Bereich der industriellen Automatisierung. Der Einsatz von Robotern ist hier geringer als in Europa und Asien. In Russland kommen in der verarbeitenden Industrie vier Roboter pro 10.000 Beschäftigte zum Einsatz, im Vergleich zu 710 Robotern pro 10.000 Beschäftigte in Südkorea und 322 Robotern pro 10.000 Beschäftigte in Deutschland. Der Verband stellte jedoch fest, dass sich die Situation in naher Zukunft aufgrund der Fokussierung der Regierung auf neue Technologien und das Potenzial russischer Unternehmen ändern könnte.

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