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Beulenpest in China und der Mongolei: Russland verstärkt Patrouillen gegen Murmeltierjagd

Beulenpest in China und der Mongolei: Russland verstärkt Patrouillen gegen Murmeltierjagd
Symbolbild
Russland verstärkt seine Patrouillen an der Grenze zu China und der Mongolei, nachdem in beiden Ländern Fälle von Beulenpest gemeldet wurden. Ziel ist es, Menschen davon abzuhalten, Murmeltiere zu jagen, die die Krankheit übertragen können.

Nach den jüngsten Beulenpest-Infektionen in China und der Mongolei verstärkt Russland seine Patrouillen an den Grenzen zu den beiden Nachbarländern, um Menschen von der Murmeltierjagd abzuhalten. Die Fälle wurden vergangene Woche in der nordchinesischen Region Innere Mongolei und in der mongolischen Provinz Khovd gemeldet.

Russische Gesundheitsbehörden warnen vor den Gefahren des Verzehrs von Murmeltierfleisch. Es wird angenommen, dass die Nagetiere der Ursprung der jüngsten Infektionsfälle waren. In der russischen Republik Burjatien an der Grenze zur Mongolei werden derzeit Nagetiere gefangen und auf das Vorhandensein von Pesterregern untersucht. Alle bislang durchgeführten Forschungsergebnisse fielen negativ aus.

Zugleich beruhigen russische Behörden, dass das Risiko einer Einschleppung der Seuche aus der Mongolei oder China nach Russland minimal sei, da die Landesgrenzen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit geschlossen sind. Die Infektionsgefahr in den Nachbargebieten, wo es ebenso lokale Infektionsherde gibt, sei trotzdem vorhanden, so die Gesundheitsbehörden.

Am Dienstag erklärte der Virologe und Spezialist für Infektionskrankheiten Nikolai Malyschew gegenüber der russischen Zeitung RBK, dass die Beulenpest keine ernsthafte Gefahr für Russland darstelle. Ihm zufolge werde die Krankheit am häufigsten über Flöhe und selten von Person zu Person übertragen.

Die Pest war im 14. Jahrhundert für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich. Sie wurde als "Schwarzer Tod" bezeichnet. Zu den Symptomen der Krankheit gehören die typischen Pestbeulen, Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Bei frühzeitiger Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika sehr hoch, bei Nichtbehandlung kann die Krankheit jedoch tödlich sein. Laut Angaben der WHO werden jährlich bis zu 2.000 Fälle weltweit gemeldet.

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