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"Nichts davon ist wahr": Russische Biathletinnen verklagen WADA-Informanten wegen Verleumdung

"Nichts davon ist wahr": Russische Biathletinnen verklagen WADA-Informanten wegen Verleumdung
"Nichts davon ist wahr": Russische Biathletinnen verklagen WADA-Informanten wegen Verleumdung (Archivbild)
Drei russische Biathletinnen, Olga Saizewa, Jana Romanowa und Olga Wiluchina, haben eine Klage gegen den Kronzeugen im russischen Dopingskandal, Grigori Rodtschenkow, eingereicht. Die Sportlerinnen behaupten, Rodtschenkow habe die ganze Geschichte erfunden.

Saizewa, eine zweimalige Olympiasiegerin, wurde zusammen mit mehr als 40 russischen Athleten auf Lebenszeit gesperrt, nachdem Rodtschenkow sie als eine der Personen genannt hatte, die in das angeblich "staatlich geförderte" russische Dopingprogramm verwickelt sein sollen.

Nun wollen drei Athletinnen gegen diese Entscheidung vor dem Sportgerichtshof CAS in Lausanne Berufung einlegen. Sie reichten auch in New York eine Klage mit einem Streitwert in Höhe von 30 Millionen US-Dollar gegen den flüchtigen Ex-Chef des Moskauer Dopinglabors ein und warfen ihm darin vor, sie verleumdet zu haben.

Nun auch für den Spiegel eher Opfer als Täter: Olga Saizewa bei der Biathlon-Staffel in Sotschi im Februar 2014

Saizewa behauptet, es sei die Lüge des Mannes gewesen, die ihren Ruf und ihre Karriere ruiniert habe – und sie habe Beweise, die ihre Unschuld belegen. Rodtschenkows Darstellung der Ereignisse sei von Anfang an eine "erfundene Geschichte" gewesen, zumindest wenn es um ihren Fall gehe, sagte die Biathletin gegenüber dem Spiegel.

Der ehemalige Chef des Moskauer Dopinglabors beschuldigte die Athletin buchstäblich fast jeder möglichen Dopingsünde, von der Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen in ihrem Blut bis hin zur Einnahme des sogenannten "Herzoginnen-Cocktails", einer Mischung aus drei anabolen Steroiden, die Rodtschenkow angeblich zuvor selbst erfunden hatte.

"Nichts davon ist wahr", sagte Saizewa dem Spiegel und wies auf verschiedene Ungereimtheiten in Rodtschenkows Darstellung hin. Er hatte ausdrücklich betont, er habe die Biathletin getroffen, sie aber behauptet, sie sei ihm noch nie in ihrem Leben persönlich begegnet. Auch Saizewas Trainer, Wolfgang Pichler aus Bayern, wies Rodtschenkows Vorwürfe gegen ihn ebenfalls zurück.

Nun wartet Saizewa zusammen mit ihren beiden Kolleginnen auf die Entscheidung des CAS über ihre Berufungklage. Das Gericht hatte zwar ihren Fall bereits im März angehört, hat aber bislang noch kein Urteil gefällt. Die Klage, die die drei Sportlerinnen bei einem New Yorker Gericht eingereicht haben, ist ebenfalls für eine Weile auf Eis gelegt worden, da beide Seiten vereinbarten, die Entscheidung des CAS abzuwarten.

Saizewa hofft, dass ein CAS-Urteil zu ihren Gunsten ihr helfen würde, auch die Verleumdungsklage gegen Rodtschenkow zu gewinnen. Der Anwalt des Arztes, Jim Walden, ist eindeutig anderer Meinung und scheint hinsichtlich der Aussichten seines Mandanten vor Gericht optimistisch zu sein. 

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