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"Wir lassen unsere Menschen nicht zurück": Lawrow zur Evakuierung russischer Auslandstouristen

"Wir lassen unsere Menschen nicht zurück": Lawrow zur Evakuierung russischer Auslandstouristen
"Wir lassen unsere Menschen nicht zurück": Lawrow zur Evakuierung russischer Touristen aus dem Ausland. (Archivbild)
Die Corona-Pandemie hat eine beispiellose Rettungsaktion ausgelöst, um Zehntausende im Ausland gestrandete russische Bürger nach Hause zurückzuholen. Außenminister Sergej Lawrow lobte die russischen Behörden für ihre Bemühungen bei der Umsetzung dieser schwierigen Aufgabe.

Russland habe schon früher Erfahrungen damit gemacht, Menschen in großer Zahl nach Hause zu bringen – nach dem verheerenden Tsunami 2004 in Thailand zum Beispiel –, doch die diesjährige Operation sei in weit größerem Umfang durchgeführt worden, sagte Lawrow in einem Interview mit RT.

Manchmal sagt man pathetisch: 'Wir lassen unsere Menschen nicht zurück.' Dies ist genau der Fall.

Russlands Außenministerium hilft Touristen, die wegen COVID-19 im Ausland gestrandet sind (Symbolbild)

Dank den koordinierten Bemühungen der russischen Regierung wurde ein großer Teil der Evakuierungsmaßnahmen von russischen Diplomaten vor Ort durchgeführt. In Nepal zum Beispiel wurde ein Zeltlager für gestrandete und finanziell angeschlagene Touristen eingerichtet und die Menschen dort von ihnen aus eigener Tasche versorgt, erklärte der Außenminister. Lawrow wörtlich:

Ich war nicht einmal überrascht. Ich wusste, dass unsere Jungs größtenteils sehr hilfsbereit sind – und viele Botschaften brachten dabei viel Kreativität auf.

Dabei seien die Behörden bei der Erstellung der Liste von hilfsbedürftigen Personen auf große Hindernisse gestoßen, fuhr der Politiker fort. Während organisierte Touristengruppen sich leicht finden ließen, waren Personen, die auf eigene Faust und oft ohne Rückflugticket ins Ausland reisten, wesentlich schwieriger zu orten. Darüber hinaus löste die Corona-Krise eine Massenrückkehr russischer Staatsbürger aus dem Ausland aus. Dabei handelte es sich nicht mehr um einfache Urlauber, sondern um eine weitere große Gruppe russischer Bürger, die im Ausland studierten, sich in Langzeitbehandlung befanden oder dort ihren ständigen Wohnsitz hatten.

Plötzlich haben sie beschlossen, dass sich ihre Lebensbedingungen in den USA, zum Beispiel in New York, angesichts der Pandemie stark 'verschlechtert' haben", sagte Lawrow. 

Viele Menschen waren hilfsbedürftig, und die Listen der zu evakuierenden Menschen sei riesig gewesen, so der Außenminister. Zu Beginn der Massenevakuierung beschränkten die russischen Behörden die Zahl der zurückkehrenden Menschen auf 500 pro Tag für die Region Moskau und auf 200 pro Tag für den Rest des Landes. Lawrow erläuterte ferner:

Wie ich schon sagte, war es besonders chaotisch mit denjenigen, die lange weg waren und sich dauerhaft anderswo aufhielten, die sich plötzlich zur Rückkehr entschlossen. Und so kamen sie auf diese Listen. Wir evakuieren, sagen wir, 5.000 Menschen, und indessen wachsen die Listen um weitere 10.000.

Trotz dieser Bemühungen bleiben Tausende von russischen Staatsangehörigen weiterhin im Ausland, vor allem an exotischen und schwer erreichbaren Orten, schlussfolgerte der Außenminister. Einige Menschen lehnten jedoch Hilfe ab und haben einfach beschlossen, an Ort und Stelle zu bleiben und die Pandemie dort abzuwarten. 

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