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USA und Russland diskutieren über Tausch von US-Spion für verschleppte Russen

USA und Russland diskutieren über Tausch von US-Spion für verschleppte Russen
Der ehemalige US-Marinesoldat Paul Whelan (rechts im Bild) bei einer Urteilsverhandlung
Die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, dass der wegen Spionage verurteilte ehemalige US-Marinesoldat Paul Whelan für zwei in die USA verschleppte Russen ausgetauscht werden könnte. Dabei verweist das Medium auf "eine informierte Quelle".

Zwei Tage nach seiner Verurteilung zu 16 Jahren Gefängnis wegen Spionage berichtet die Moskauer Nachrichtenagentur Interfax, dass Paul Whelan gegen zwei in die USA verschleppte und dort inhaftierte Russen ausgetauscht werden könnte. Das Medium bezieht sich auf "eine informierte Quelle".

Paul Whelan hält während der Urteilsverkündung ein Plakat in der Hand, um gegen den Prozess zu protestieren.

Bei den beiden Russen handelt es sich um den Waffenhändler Wiktor But, der zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, und den Piloten Konstantin Jaroschenko, der eine 20-jährige Haftstrafe erhielt. Beide wurden zuvor auf Geheiß der USA in Drittstaaten verhaftet und in die USA verschleppt. Laut Interfax soll der Austausch im Rahmen einer Begnadigung durch den US-Präsidenten erfolgen.

Washington und Moskau diskutieren verschiedene Optionen, aber die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Der Austausch Whelans wird gleichzeitig für zwei Russen diskutiert: But und Jaroschenko.

Falls sich der Bericht als wahr erweist, besteht ein erhebliches Ungleichgewicht. But gilt als ein bedeutender Gefangener, während die US-Behörden bei Whelan darauf bestehen, dass er nur in Moskau war, um an einer Hochzeit teilzunehmen. Whelan beschrieb sich selbst als "eher wie Mr. Bean als James Bond".

But wurde im Jahr 2011 zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihm wurde zur Last gelegt, eine große Menge Waffen an die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verkauft zu haben. Im selben Jahr bekam der Pilot Konstantin Jaroschenko eine 20-jährige Gefängnisstrafe wegen Drogenhandels; eine Anschuldigung, die nach Ansicht Moskaus erfunden wurde.

Der ehemalige US-Marine Paul Whelan während einer Gerichtsverhandlung in Moskau

Die US-Botschaft in Moskau teilte Interfax mit, dass sie der Erklärung von Botschafter John Sullivan vom Montag zustimmt. Dieser hatte erklärt, dass die USA "nicht auf der Suche nach Austausch, sondern nach Gerechtigkeit für Paul" sind.

Whelans Anwalt Wladimir Scherebenkow sagte am selben Tag, er sei zuversichtlich, dass sein Mandant ausgetauscht werde. Am Dienstag warf Whelans Bruder David Whelan Russland "Geiseldiplomatie" vor. Er sagte:

Paul ist jetzt als Spion verurteilt worden. Niemand glaubt, dass er ein Spion ist. Ich denke, nicht einmal die Russen glauben, dass er ein Spion ist.

Der ehemalige US-Marinesoldat wurde am 28. Dezember 2018 in Moskau festgenommen und beschuldigt, einen USB-Stick mit Staatsgeheimnissen erhalten zu haben. Der US-Amerikaner besteht darauf, dass er auf dem elektronischen Gerät Fotos von einer früheren Reise erwartet habe. Er sei nach Moskau gekommen, um an einer Hochzeit teilzunehmen.

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