icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Russland: Arktis-Wissenschaftler drohen 20 Jahre Haft wegen Spionage für China

Russland: Arktis-Wissenschaftler drohen 20 Jahre Haft wegen Spionage für China
Sankt Petersburg: Arktis-Wissenschaftler drohen 20 Jahre Haft wegen Staatsverrats
Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands hat ein Strafverfahren gegen den russischen Forscher Waleri Mitko wegen Hochverrats eröffnet. Laut Angaben des FSB soll der 78-Jährige geheime Informationen über russische U-Boote an chinesische Geheimdienste übermittelt haben.

Mitko ist einer der führenden russischen Experten auf dem Gebiet der Arktis-Forschung und amtierender Präsident der Sankt Petersburger Arktischen Akademie der Wissenschaften. Innerhalb von 30 Jahren diente er in der russischen Seekriegsflotte und trat im Jahr 1994 als Kapitän ersten Ranges in den Ruhestand. Seitdem arbeitete Mitko als Professor an Sankt Petersburger Hochschulen und reiste regelmäßig nach China auf Einladung der Maritimen Universität Dalian, um dort Vorlesungen zu halten.

Bei einem solchen Besuch soll der Wissenschaftler Ermittlern zufolge gewisse staatsgeheime Akten an chinesische Nachrichtendienste verkauft haben, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine mit dem Sachverhalt vertraute Quelle mitteilte. Die Dokumente hätten sich demnach auf russische Entwicklungen auf dem Gebiet der Hydroakustik sowie Verfahren zur Aufspürung von U-Booten bezogen. Diese Informationen habe Mitko innerhalb eines Jahres im Rahmen eines Spionageauftrags gesammelt, hieß es.

Paul Whelan hält während der Urteilsverkündung ein Plakat in der Hand, um gegen den Prozess zu protestieren.

Seinem Rechtsanwalt Iwan Pawlow zufolge würden die konkreten geheimen Materialien, die Mitko preisgegeben haben soll, in den Ermittlungsakten jedoch nicht genau präzisiert. Bei seinen ausländischen Dienstreisen habe er ausschließlich Dokumente gebraucht, die mit seiner wissenschaftlichen und Lehrtätigkeit verbunden waren, betonte der Verteidiger des Forschers.  

Die Sicherheitsbeamten sollen Mitko auch schon früher beobachtet haben, so Pawlow laut dem Medienunternehmen RBK ferner. Bei seiner letzten Dienstreise nach China im Jahr 2018 sollen sie zudem sein Gepäck am Flughafen aufgebrochen und durchsucht haben. Die dabei sichergestellten Dokumente seien abfotografiert und zu einem Gutachten geschickt worden. Daraufhin hätten Experten befunden, dass eines der Papiere tatsächlich zu einem Staatsgeheimnis gehörende Informationen enthielt. Mitko selbst wies jegliche Vorwürfe entschieden zurück und behauptete, das betroffene Dokument aus offenen Quellen entnommen zu haben.

Seit Februar befindet sich der Wissenschaftler unter Hausarrest. Am 5. Juni verlängerte ein Sankt Petersburger Bezirksgericht Mitkos Ausgangssperre bis zum 10. Oktober. Im Fall eines Schuldspruchs drohen ihm wegen Hochverrats und Spionage bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Mehr zum ThemaNATO-Spionage: Razzien bei Russlands Raumfahrtorganisation "Roskosmos" - Verdacht auf Hochverrat

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen