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Berufsverbot fällt: Frauen können ab 2021 wieder als U-Bahn-Fahrerinnen in Moskau arbeiten

Berufsverbot fällt: Frauen können ab 2021 wieder als U-Bahn-Fahrerinnen in Moskau arbeiten
Symbolbild: Mitarbeiterinnen der Moskauer U-Bahn
Seit den 1940er-Jahren bis Anfang der 80er-Jahre arbeiteten Frauen als U-Bahn-Fahrerinnen in der Moskauer Metro. Wegen der hohen körperlichen Belastung wurden später nur noch Männer für diesen Beruf eingestellt. Das soll sich nächstes Jahr wieder ändern.

Von 1936 bis Anfang der 1980er-Jahre waren auch Frauen in der Moskauer U-Bahn als Fahrerinnen tätig. Danach ist der Beruf des U-Bahn-Fahrers ausschließlich Männern vorbehalten gewesen. Begründet wurde dies mit schweren Arbeitsbedingungen und negativen Arbeitsfaktoren. Ab dem nächsten Jahr dürfen nun auch wieder Damen ans Steuer. Vorerst werden sie nur auf der Filjowskaja-Linie unterwegs sein. 

Sergei Sobjanin, Bürgermeister von Moskau, hatte das Berufsverbot bereits im März aufgehoben. Damals sagte er:

Viele Jahre lang war es den Frauen aufgrund der erhöhten Arbeitsbelastung verboten, als U-Bahn-Fahrerinnen zu arbeiten. Jetzt wurde dieses Verbot aufgehoben, weil die Arbeitsbedingungen wesentlich komfortabler geworden sind: Die modernen Züge reduzieren die schädlichen Faktoren. Der Arbeitsbereich ist ergonomisch und bequem gestaltet, die Zugsteuerung ist weitgehend automatisiert und erfordert hauptsächlich Verantwortung, Genauigkeit und Intelligenz. Von diesen Qualitäten haben die Frauen mehr als genug.

Die ersten 25 Kandidatinnen sind zwischen 22 und 43 Jahren alt und werden derzeit ausgebildet.  Die Anforderungen, vor allem hinsichtlich der Gesundheit und Stressresistenz, sind hoch. Besonderes Augenmerk legt die Aufnahmekommission dabei auf das Sehvermögen. Ebenfalls gut sollten Hörvermögen, Herzfunktion, Hämoglobin, Cholesterin und andere Blutwerte sein. Die Jobanwärterinnen müssen sich auch psychologischen Tests unterziehen. Die Ausbildung dauert neuneinhalb Monate und der Unterricht verläuft genauso wie bei den Männern. Nach der Theorie beginnt der praktische Teil.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen rund 500 Fahrerinnen ausgebildet und eingestellt werden. Für die Jobanwärterinnen wurden spezielle Winter- und Sommeruniformen entworfen.

Der Frauenanteil in der Moskauer U-Bahn liegt weltweit an zweiter Stelle hinter Mexiko. Von den rund 60.000 Mitarbeitern sind rund 36 Prozent Frauen. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Frauen, die in der Moskauer U-Bahn arbeiten, um 20 Prozent gestiegen. 

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