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Dank Klimawandel: Frachtverkehr über Nordostpassage steigt weiter an

Dank Klimawandel: Frachtverkehr über Nordostpassage steigt weiter an
Ein Schiff in der Nähe des Seehafens Sabetta in der russischen Arktis.
Die Nutzung der Nordostpassage in der russischen Arktis nimmt zu. Laut der für diese Seeschifffahrtsroute zuständigen Behörde wurden in diesem Jahr bereits über zehn Millionen Tonnen an Fracht transportiert. Dies entspricht einem Anstieg von 4,5 Prozent.

Die über die sogenannte Nordostpassage im Zeitraum vom Januar bis April 2020 transportierte Tonnage beträgt 10,05 Millionen Tonnen. Dies bedeutet ein Wachstum von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die russische Behörde für See- und Flussflotten, Rosmorretschflot, in einer Erklärung mit.

Zuvor teilte der Vertreter von Rosmorretschflot Nikolai Monko der Nachrichtenagentur TASS mit, dass das Wachstum des Güterverkehrs im Jahr 2020 moderat ausfallen werde.

Die Verwaltung der Nordostpassage berichtete, dass im Gesamtjahr 2019 über diese Route 31,5 Millionen Tonnen an Waren transportiert wurden, was ein Wachstum von 56,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet; im Jahr 2018 waren es 21,1 Millionen Tonnen.

Der Transitverkehr durch die Nordostpassage stieg im Jahr 2019 um fast 41,9 Prozent auf 697.200 Tonnen (491.300 Tonnen im Jahr 2018).

Die meistgenutzten Häfen auf der Route waren im vergangenen Jahr Sabetta (20,5 Millionen Tonnen), Dudinka (1,5 Millionen Tonnen) und der Terminal in der Nähe des Kaps Kamenny auf der Jamal-Halbinsel (7,7 Millionen Tonnen). Die Nordostpassage ist die wichtigste Seeschifffahrtsroute im arktischen Russland. Er führt entlang der russischen Nordküste durch die arktischen Meere. Die Route integriert die europäischen und fernöstlichen Häfen Russlands sowie schiffbare Flussmündungen in ein Transportsystem.

Aufgrund der klimatischen Veränderungen ist die Nordostpassage seit einigen Jahren zwischen August und Oktober eisfrei, was ihre kommerzielle Nutzung zunehmend attraktiv macht. Die Europa und Asien verbindende Route ist deutlich kürzer als der Seeweg über den Suezkanal.  

Am 7. Mai legte das russische Ministerium für Entwicklung des Fernen Ostens und der Arktis der Regierung den Entwurf einer Strategie für die Entwicklung der Arktis bis ins Jahr 2025 vor. Dem Dokument zufolge würde der Güterumschlag auf der Nordostpassage steigen. Während er 2018 bei 20,1 Millionen Tonnen lag, soll er bis 2024 auf 80 Millionen Tonnen, bis 2030 auf 120 Millionen Tonnen und bis 2035 auf 160 Millionen Tonnen ansteigen. Der Transitverkehr soll im Jahr 2035 zehn Millionen Tonnen ausmachen.

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