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"Hast du überlegt, wieso er dich schlägt?": Moderatorin empört mit Aussagen zu häuslicher Gewalt

"Hast du überlegt, wieso er dich schlägt?": Moderatorin empört mit Aussagen zu häuslicher Gewalt
Archivbild: Regina Todorenko am 12.11.2019
Eine russische Moderatorin sorgte mit kontroversen Äußerungen zu häuslicher Gewalt für einen Skandal, sodass ihr sogar der Titel "Frau des Jahres" aberkannt wurde. Sie hatte zuvor betont, dass Frauen an häuslicher Gewalt selbst schuld sein können.

Die bekannte TV-Moderatorin und Sängerin Regina Todorenko hatte betont, dass Frauen auch selbst schuld an häuslicher Gewalt sein könnten. In einem Interview hatte sie gesagt:

Man muss ein psychisch kranker Mensch sein, um nach der Kamera zu greifen, sich zu filmen und zu sagen 'mich schlägt mein Mann'. Was soll das? Was geht in diesem Moment in deinem Kopf vor? Ich denke, man erreicht einen kritischen Punkt, bevor man so etwas sagt. Hast du überlegt, wieso dich dein Mann schlägt? Was hast du dafür getan, damit er dich nicht schlägt?

Die in der Ukraine geborene Moderatorin und frischgebackene Mutter mit acht Millionen Followern auf Instagram entschuldigte sich später für ihre Bemerkungen.

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Nach dem Interview platzten für Todorenko mehrere Werbeverträge. Die Mode- und Frauenzeitschrift Glamour erkannte ihr den Titel "Frau des Jahres" ab. Das Blatt hatte den Preis an die 29-Jährige im November vergangenen Jahres verliehen. "Jede Art von Gewalt, auch Bullying, ist inakzeptabel", argumentierte die Redaktion der russischen Ausgabe der Frauenzeitschrift. 

Die Reaktionen ihrer Follower fielen erwartungsgemäß negativ aus. "Muss ich denn etwas machen, damit mich mein Mann nicht schlägt?", fragten viele Frauen in den sozialen Netzwerken. "Was hast du eigentlich erreicht, dass du zur 'Frau des Jahres' ernannt wurdest?", beschwerten sich andere. "Das war's wohl mit ihrer Karriere", prophezeiten die Nutzer. 

Im Jahr 2017 sind die Strafen in Russland für häusliche Gewalt gelockert worden. Damals hatte der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, wonach die Strafen gemildert werden, wenn es sich um das erste Vergehen handelt und keine schweren Verletzungen entstehen. Erst Wiederholungstäter müssen sich nach dem Strafrecht verantworten.

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