Aus Protest gegen Pflegenotstand - Vater schiebt Rollstuhl 300 Kilometer von Hamburg nach Berlin

Aus Protest gegen Pflegenotstand - Vater schiebt Rollstuhl 300 Kilometer von Hamburg nach Berlin
Der in den Jahren nach 2000 herrschende Personalmangel beruht zum großen Teil auf dem Finanzierungssystem der Heime und Sozialstationen. In Deutschland hängt dieses mit der Pflegeversicherung eng zusammen. Auch vorhandenes Personal kann nicht eingestellt werden.
Arnold Schnittger ist Vater eines schwerbehinderten Sohnes. Seit 23 Jahren pflegt er Nico mit viel Liebe und Geduld, dennoch macht sich Schnittger sorgen um die Zukunft. Aus Verzweifelung über die deutsche Gesundheitspolitik kam er nun auf eine ungewöhnliche Idee.

In einem offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn schreibt Arnold Schnittger: "Mein Sohn wird einmal alt sein. Dann ist er alt UND behindert und wird noch mehr Pflege benötigen. Ich möchte Ihnen meinen Sohn dann nicht anvertrauen." Mit diesen Worten macht sich der Vater auf die lange Reise von Hamburg nach Berlin, zu Fuß, mit Rollstuhl.

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Er selbst bezweifelt, dass Spahn sich auf ein Gespräch einlässt oder der Aktion überhaupt Aufmerksamkeit schenkt. Trotzdem möchte er die Menschen über die Situation der pflegenden Angehörigen, die für 70 Prozent der Pflegebedürftigen zuständig sind, aufklären.

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