DER FEHLENDE PART: Der ESC – Nur Glitzer&Glamour oder doch eine politische Veranstaltung? [S2 – E78]

DER FEHLENDE PART: Der ESC – Nur Glitzer&Glamour oder doch eine politische Veranstaltung? [S2 – E78]
Immer Freitags um 19.30 Uhr

Heute in der Sendung:

Am morgigen Samstag findet der 61. Eurovision Songcontest statt. Bis 2001 besser bekannt als Grand Prix Eurovision de la Chanson, wird der jährlich ausgetragene Wettbewerb von der Europäischen Rundfunkunion veranstaltet und scharrte mit der Zeit eine immer größer werdende Fangemeinde um sich. Über 200 Millionen Zuschauer verfolgen alljährlich das Ereignis. Doch schon längst geht es beim ESC nicht mehr nur um Unterhaltung. Die große Bühne wurde auch zum Austragungsort gesellschaftspolitischer Diskurse.

So spielt in dem Beitrag der Ukraine auch der Konflikt mit Russland eine Rolle. Die Krimtatarin Jamala erinnert mit ihrem Song 1944 an die einstige Deportation ihrer Volksgruppe durch Stalin. Ein Versuch die ethnischen Konflikte zwischen Krimtataren und Russen neu aufleben zu lassen? RT-Reporterin Maria Janssen hat sich das Stück genauer angeschaut und nachgefragt ob die früheren Gräueltaten heute noch das Verhältnis zwischen Russen und Krimtataren beeinflussen.

Ralph Siegel führte einst Nicole mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“ zum Grand Prix-Sieg und ist einer der erfolgreichsten Musikproduzenten Deutschlands. Im Interview mit Jasmin Kosubek erzählt Siegel, wie sich der Gesangswettbewerb über die Jahrzehnte entwickelt hat und wie es zu der Politisierung des größten Musikevents der Welt gekommen ist.

Außerdem in der Sendung: Das Papst-Attentat. Bis heute sind die Hintergründe des Verbrechens, welches sich vor genau 35 Jahren ereignetet hat, nicht geklärt. Am 13. Mai 1981 schoss Mehmet Ali Ağca dreimal auf Johannes Paul II, der das Attentat überlebte. Doch wer waren die Drahtzieher des Mordversuches? Die CIA streute gezielt Desinformation, um den Anschlag dem KGB in die Schuhe zu schieben. Der Fall erinnert an aktuelle Instrumentalisierungsversuche im Ringen um die Deutungshoheit. Jasmin Kosubek begrüßt den Dokumentarfilmer Moritz Enders im RT Deutsch-Studio, der gemeinsam mit seinem Kollegen Werner Köhne den Film „Schüsse auf dem Petersplatz“ für den Sender arte gedreht hat.