DER FEHLENDE PART: Wie Russland angeblich versucht, Deutschland zu destabilisieren [S2 E73]

DER FEHLENDE PART: Wie Russland angeblich versucht, Deutschland zu destabilisieren [S2 E73]
Immer Freitags um 19.30 Uhr

Wie Russland angeblich versucht, Deutschland mittels eines "hybriden Infokrieges" zu destabilisieren sowie der mediale Umgang mit den "Panama Papers" sind die Themen in unserer heutigen Sendung:

Es handelt sich um ein 2,6 Terabyte großen Datenleak mit rund 11,5 Millionen Dokumente. Abgezapft bei der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Sie verhalf bei der Gründung und Verwaltung der Briefkastenfirmen.

In der Kritik steht die Süddeutsche Zeitung nun, da sie der alleinige Besitzer dieser Dokumente ist, sie aber nur mit ausgewählten Medien teilt und diese - bis auf 149 ausgewählte Dokumente - nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Man ist so gezwungen der Berichterstattung über den Inhalt der Dokumente zu vertrauen und dies verifizieren zu können. Ein weiterer Kritikpunkt ist die bildliche Darstellung dieses Eklats. Aufwendige Animationen stellten Russlands Präsident Putin in den Zentrum des Skandals, ohne das dessen Namen ein einziges Mal in den geleakten Dokumenten auftauchen würde.

Doch nicht nur beim Umgang mit den Panama Papers, auch sonst stehen die sogenannten Mainstream-Medien in der Kritik. Einer dieser Kritiker ist der investigative Journalist und Autor Walter van Rossum. Im Interview mit Jasmin Kosubek kritisiert er den Mainstream-Journalismus.

Ein Beispiel für die Art der Berichterstattung, wie sie van Rossum kritisiert, stellt RT-Reporterin Maria Janssen vor. Die ukrainische Kampfpilotin Nadija Sawtschenko wurden wegen dem Mord an zwei russischen Journalisten verurteilt. Doch wird sie in den deutschen Medien als Opfer der "russischen Willkürjustiz" dargestellt.

Seit einiger Zeit gibt es den prominent vorgetragenen Vorwurf, Russland würde Europa, im speziellen Deutschland, bewusst destabilisieren. Das geschehe mithilfe eines sogenannten "hybriden Infokrieges". Zu diesem Thema hat unser Reporter Stefan Dyck ein Interview mit dem Juristen, Schriftsteller und Publizisten Wolfgang Bittner geführt. Bittner ist unter anderem Autor des Buches „Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der Ukraine“. In diesem Buch argumentiert Bittner genau spiegelverkehrt und behauptet, nicht Russland würde Deutschland destabilisieren, sondern der Westen Russland.

Am Ende der Sendung berichten wir erneut über Hossam Kachwar. Ein syrischer Flüchtling, der als gelernter Geologe hier keine Perspektive sah und wieder zurück zu seiner Familie wollte. Dumm nur, dass die deutschen Behörden seinen Pass verschlampten. Doch kurz nach unserem Bericht, tauchte der Pass urplötzlich wieder auf.

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