DER FEHLENDE PART: Das Geschäft mit den Flüchtlingen [S2 - E55]

DER FEHLENDE PART: Das Geschäft mit den Flüchtlingen [S2 - E55]
Montag, Mittwoch und Freitag – 19.30 Uhr

Heute in der Sendung:

Die Unterbringung von Flüchtlingen als lukratives Geschäft? In Anbetracht der anhaltenden Flüchtlingsströme in Deutschland steigt die Anfrage nach Flüchtlingsunterkünften. Leerstehende Gebäude werden zu Asylheimen umstrukturiert. So auch die alte Kurklinik in der idyllischen Stadt Freyung im Bayerischen Wald. Die Stadt hat das mit etwa 450 Betten ausgestattete Gebäude im November 2014 für vier Millionen Euro erworben. Es gab aber auch andere Interessenten - private Investoren, die von garantierten Einnahmen vom Staat angelockt werden. Denn für die Unterbringung von Asylbewerbern gibt es in Niederbayern knapp 40 Euro pro Flüchtling und Tag. Bei einer Unterbringung von 350 Personen lassen sich so Millionen erwirtschaften. Jasmin Kosubek sprach mit investigativen Journalist und freien Publizist Billy Six, der in Freyung Vor-Ort-Recherche durchführte, die ihm strafrechtliche Konsequenzen einbrachte. 

Arbeitssuchende EU-Bürger können in Deutschland zwar kein Hartz IV beantragen, haben aber nach einem sechsmonatigen Aufenthalt Anspruch auf Sozialhilfe. Das hat das Bundessozialgericht im Dezember 2015 entschieden. Einige Politiker kritisieren die Entscheidung, da dies eine größere Belastung für das Sozialsystem bedeuten würde und die Abwanderung aus den Heimatländern fördern könnte. Jasmin Kosubek im Gespräch mit dem freien Publizisten und Gründer der Partei Deutsche Mitte, Christoph Hörstel, über die Implikationen des neuen Gesetzes.