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Zum zweiten Mal erwischt? New Yorker Polizist legt Unschuldigen Marihuana ins Auto

Zum zweiten Mal erwischt? New Yorker Polizist legt Unschuldigen Marihuana ins Auto
(Symbolbild). Schon 2010 hatte sich der New Yorker Polizist Adil Polanco darüber beschwert, dass er es satt habe "Unschuldige zu verhaften, damit die Polizeistatistiken gut aussehen."
Ein Video zeigt, wie ein Polizist in New York bei einer Verkehrskontrolle scheinbar Marihuana in einem Auto platziert. Bei dem Beamten handelt es sich um keinen Unbekannten – er wurde nur wenige Wochen vorher wegen derselben Vorwürfe überprüft.

Die sogenannte "Body Cam" des Polizisten zeigt, wie er im Auto einer Person, die wegen eines vermeintlichen Verkehrsdelikts angehalten wurde, mit Marihuana-Stücken hantiert. Das Irritierende: Gegen denselben Beamten wurde nur wenige Wochen zuvor schon einmal wegen des Verdachts der Beweismittelmanipulation ermittelt. Und: Es handelt sich bereits um das zweite Video, das ihn belasten soll.

Frauen demonstrieren gegen das damals noch geplante Abtreibungsverbotsgesetz in New Orleans im US-Bundestaat Louisiana (Bild vom 25.05.19).

Beim ersten Vorfall soll der Polizeibeamte Marihuana ins Auto einer Gruppe junger Männer gelegt haben, was offenbar von seiner "Body Cam" aufgezeichnet wurde. Die Videoaufnahmen waren so überzeugend, dass der Verdacht des Drogenbesitzes gegen den Fahrer fallen gelassen wurde. Mehr noch: Die zuständige Staatsanwaltschaft empfahl dem Polizeibeamten, sich einen Anwalt zu nehmen.

Doch eine interne Untersuchung der New Yorker Polizei befand erstaunlicherweise, dass es kein Fehlverhalten des Beamten gegeben habe. Nun zeigt ein weiteres Video, das ausschließlich der Online-Plattform The Interceptvorliegen soll, dass derselbe Beamte nur wenige Wochen nach der ersten Verkehrskontrolle bei einer weiteren Kontrolle erneut Marihuana in einen Wagen geschmuggelt haben soll. Beide Vorfälle liegen rund zwei Jahre zurück.

Der Polizeibeamte und sein Partner vom 120. Bezirk in New York sollen Autos wegen kleinerer Verkehrsverstöße zunächst angehalten und dann behauptet haben, dass die Fahrzeuge "nach Marihuana riechen". In beiden dokumentierten Fällen sollen die Videoaufnahmen zeigen, wie die Beamten die Autos zunächst mehrere Minuten lang ausgiebig durchsuchen, aber dabei zunächst nichts finden.

Beim ersten Vorfall, im Februar 2018, soll die "Body Cam" des Beamten plötzlich ein- und dann wieder ausgeschaltet worden sein. Anschließend "entdeckte" der Polizist eine Marihuana-Zigarette im Fahrzeug, obwohl bei der ersten Durchsuchung durch seinen Partner offenbar nichts gefunden wurde. Die New York Times veröffentlichte das Video später in 2018, nachdem Anwälte des angeklagten Fahrers es erhalten hatten.

Joaquín

In dem Video soll man den Fahrer zudem schreien hören, dass der Polizeibeamte etwas in sein Auto lege. Der Fahrer des Fahrzeugs wurde verhaftet und saß zwei Wochen im Gefängnis. Er wehrte sich vor Gericht erfolgreich gegen die Anklage und begann Ende letzten Jahres ein Verfahren, um die Stadt wegen des Vorfalls auf eine Million US-Dollar zu verklagen.

Im März 2018 wurde wieder eine Person nach einer Verkehrskontrolle verhaftet. Vorwurf auch hier: Drogenbesitz. Dabei fuhr die Person nicht den Wagen, sondern war nur der Beifahrer. Der Beschuldigte ließ sich jedoch auf einen sogenannten "Deal" mit der Staatsanwaltschaft ein, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Erst knapp zwei Jahre später erfuhr der zweite Fahrer von den Videoaufnahmen.

"Es gibt nichts zu sagen, das Video spricht für sich selbst", erklärte er in einem Interview. Und weiter:

Ich hatte kein Marihuana, ich hatte kein Gras, ich hatte keine Drogen, ich bin nicht gefahren, es war nicht mein Auto, das Rücklicht war nicht kaputt.

Die eigentliche Fahrerin des Autos war für The Intercept genauso wenig für eine Stellungnahme zu erreichen wie die beiden Polizeibeamten und die Bezirksstaatsanwaltschaft von Richmond County.

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