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Gewehr statt Klopapier: US-Amerikaner kaufen wegen Corona-Krise vermehrt Waffen

Gewehr statt Klopapier: US-Amerikaner kaufen wegen Corona-Krise vermehrt Waffen
(Symbolfoto) Ein Mann begutachtet am 27.04.2019 beim Kongress der National Rifle Association of America (NRA) eine Schrotflinte.
Die Corona-Krise hat nun auch die USA fest im Griff. Die Zahl der Infizierten steigt, der Regierung wird vorgeworfen, zu spät reagiert zu haben. Und während etwa in Deutschland Toilettenpapier "gehamstert" wird, decken sich die US-Amerikaner mit Waffen ein.

In den USA steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach Angabe der Johns Hopkins University seien derzeit in allen 50 Bundesstaaten, in einigen Außengebieten sowie im Hauptstadtbezirk Washington, D.C. insgesamt 9.415 nachgewiesene Fälle (Stand Donnerstagnachmittag) gemeldet worden. Allein im Bundesstaat New York gibt es mehr als 3.000 bestätigte Infektionen. Mit dem stetigen Anstieg der Coronavirus-Fälle in den vergangenen Wochen nehmen in den US-Bundesstaaten offenbar auch die Waffenverkäufe zu. 

So teilte etwa ein Twitter-Nutzer ein Foto aus Los Angeles, Bundesstaat Kalifornien, auf dem ein Waffengeschäft vor ein paar Tagen zu sehen ist. Vor dem Laden ist eine Schlange zu sehen, die bereits um den ganzen Block geht. 

Auch ein Bericht der Los Angeles Times zeigt, dass sich die US-Amerikaner – im Gegensatz zu Menschen in Deutschland oder Österreich, wo Toilettenpapier in großem Stil gekauft wird – vor allem mit neuen Waffen eindecken. Insbesondere in den US-Bundesstaaten, die am stärksten vom Coronavirus betroffen sind – Kalifornien, New York und Washington –, stiegen die Käufe stark an. 

(Symbolbild: Das US-Marineschiff USS New York passiert den Hafen von New York, 22. Mai 2019)

Laut Bericht würden jene, die zum ersten Mal Gewehre oder Pistolen kauften, eine Auflösung der Gesellschaftsordnung befürchten, während andere, die schon Waffen besitzen, Angst davor hätten, dass die Regierung ihre Notstandsbefugnisse nutzen könnte, um Waffenkäufe einzuschränken. Vor allem sollen Pistolen, Sportgewehre und halbautomatische Angriffswaffen gefragt sein. Laut Medienberichten gebe es eine Verzehnfachung des Geschäfts.

Demnach würden auch die Angaben von Ammo.com, einem Online-Einzelhändler für Munition, zeigen, dass es in letzter Zeit auch einen Anstieg der Verkäufe gebe. Laut Bericht habe das Unternehmen einen Umsatzanstieg vom 23. Februar bis zum 4. März um 68 Prozent im Vergleich zu den elf Tagen vor dem 23. Februar verzeichnet. Es war der Tag, als in Italien ein größerer Ausbruch des Coronavirus vermeldet wurde.

Mehr zum Thema - Ansturm auf Öl, Nudeln, Toilettenpapier: Reportage über die Hamsterkäufe in Moskau

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